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Reichelt-Affäre: Ex-„Bild“-Mitarbeiterin klagt in USA gegen Springer

Zivilklage in Los Angeles eingereicht
© Charles Yunck

Nach dem Skandal um Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt, muss sich Axel Springer nun einer Zivilklage stellen

Noch immer nimmt der Ärger rund um Julian Reichelt nicht ab. Die Affäre um den Ex-„Bild„-Chefredakteur hat nun für den Medienkonzern Axel Springer in den USA ein juristisches Nachspiel. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Boulevardzeitung „Bild“ reichte im August vor einem Gericht in Los Angeles eine Zivilklage gegen das Unternehmen ein, wie aus der Gerichtswebsite hervorgeht. Dort ist auch ein Anhörungstermin im Dezember vermerkt. Zuerst hatten das Medienmagazin „Medieninsider“ und danach die „Zeit“ berichtet. Zu den Anklagepunkten zählt unter anderem sexuelle Belästigung.

Noch keine Stellungnahme

Seitens Axel Springer teilte ein Sprecher am Dienstag mit: „Wir prüfen die Klage und werden zu gegebenem Zeitpunkt dazu Stellung nehmen.“ Im Oktober 2021 musste Julian Reichelt als Chefredakteur bei „Bild“ gehen. Hintergrund waren Vorwürfe des Machtmissbrauchs in Verbindung mit einvernehmlichen Beziehungen zu Mitarbeiterinnen. Noch im Frühjahr 2021 hatte Springer ein internes Verfahren gegen Reichelt zur Überprüfung der Vorwürfe angestoßen und war dabei zum Schluss gekommen, ihm eine zweite Chance zu geben.

Ein Medienbericht der „New York Times“ griff den Fall im Oktober 2021 erneut auf, parallel dazu hatte es Presserecherchen eines Investigativ-Teams der Mediengruppe Ippen gegeben. Springer zog dann einen Schlussstrich und entband Reichelt von seinen Aufgaben. Der Journalist selbst sprach später von einer „Schmutzkampagne“ gegen ihn.

APA/ Red.

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