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Prozess gegen australische Journalistin in Peking

Dem australischen Botschafter wurde der Zugang ins Gericht verwehrt, der Prozess findet weitestgehend im Geheimen statt
©unsplash

Die Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten in China wird zunehmend schlechter

Die australische Journalistin Cheng Lei habe Staatsgeheimnisse ans Ausland verraten. So lautet die Anklage gegen die 47-jährige Nachrichtenmoderatorin, die in Peking für den Auslandssender des chinesischen Staatsfernsehens arbeitete. Am heutigen Donnerstag startete nun der Prozess in China – und beginnt direkt mit einem Aufreger: Dem australischen Botschafter in Peking, Graham Fletcher, wurde der Zutritt ins Gericht verwehrt.

„Das ist zutiefst besorgniserregend, unbefriedigend und sehr bedauerlich“, zitierten Reporter internationaler Medien Fletcher vor dem Gerichtsgebäude übereinstimmend. Man könne kein Vertrauen in die Gültigkeit eines Prozesses haben, der im Geheimen durchgeführt wird. Und immerhin steht hier viel auf dem Spiel: Bei einer Verurteilung droht der Journalistin nämlich als Höchststrafe lebenslange Haft.

Die Inhaftierung der Journalistin erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen China und Australien und einer weiteren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen ausländischer Korrespondenten in der Volksrepublik. Die australische Regierung forderte, dass bei dem Prozess grundlegende Standards und verfahrenstechnische Gerechtigkeit eingehalten werden müssten.

APA/Red.

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