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ProSiebenSat.1: Italienisches Beben

Mediaset verfolgt mit dem deutschen Unterhaltungskonzern eigene Pläne.
ProSiebenSat.1 Media SE

In Unterföhring hält man wenig von den italienischen Plänen

Die scheinen sich nicht ganz mit der derzeitigen Linie der Deutschen zu vertragen. Mediaset hat jedenfalls wieder einmal den Wunsch geäußert, Vorstandssprecher Rainer Baujean los zu werden, berichtet dwdl. Und das, nachdem dieser den Ausblick für dieses Jahr noch erhöhte, wie ExtraDienst berichtete. Die Gruppe nach einer kleinen Umstrukturierung wieder in ruhigere Fahrwasser gekommen ist.

Hinter dem italienischen Vorstoß dürfte der alte Wunsch nach einer europäischen Fernseh-Allianz liegen. Mit dieser will man einen Wall gegen die Streaming-Riesen, von denen immer mehr auch in Europa einfallen, schaffen. Obwohl Mediaset-Chef Pier Luigi Berlusconi im späten Frühling ankündigte, sich diesem Projekt nun verstärkt widmen zu wollen, sieht es mit Partnern derzeit noch Mau aus.

Auch ProSiebenSat.1 zeigt sich von der Idee nicht gerade begeistert. Beaujean selbst äußerte sich des öfteren ablehnend zu dem Plan. Nicht äußern wollte er sich dagegen zu den jüngsten Vorstößen von Mediaset. Das tat Aufsichtsratschef Werner Brandt, der sich hinter seinen Vorstandsvorsitzenden stellte.

Wie der Streit ausgeht, ist noch völlig offen. Mediaset ist zwar der größte Einzelaktionär mit rund 17 Prozent Aktienanteil. Rund 80 Prozent befinden sich allerdings in Streubesitz.

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