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ProSieben lehnt Fusion ab

Kein Zusammengehen mit Axel Springer oder Bertelsmann/RTL
© ProSiebenSat.1 Media SE

ProSieben-Chef Rainer Beaujean

ProSiebenSat.1 sieht sich stark genug für eine Zukunft auf eigenen Beinen und hält nichts von einer Fusion mit einem deutschen Medienunternehmen. An einem Zusammengehen mit Axel Springer oder Bertelsmann/RTL wolle man nicht mitwirken, sagte ProSieben-Chef Rainer Beaujean der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) laut Vorausbericht vom Dienstag.

„Neben einer abnehmenden Meinungsvielfalt gäbe es zahlreiche regulatorische Hürden, die zu überwinden wären.“ Der seit gut einem Jahr amtierende Konzernchef fügte hinzu: „Einen solchen defensiven Schritt wollen wir deshalb nicht verfolgen, sondern uns voll und ganz darauf konzentrieren, unser Wachstum fortzusetzen.“

Beaujean hatte bereits vor zwei Wochen betont, ProSiebenSat.1 komme mit seinem Dating-Geschäft und anderen Online-Portalen besser durch die Krise als reine Medienunternehmen. Dies galt auch als Spitze gegen den eigenen Großaktionär Mediaset, der ProSieben bei seinen Wachstumsplänen in Europa stärker einbinden will. Nun sagte Beaujean der „FAZ“, für ihn sei eine Fusion mit dem italienischen Rivalen nicht sinnvoll. „Mediaset ist zu 100 Prozent Fernsehanbieter, hängt an den schwankenden Werbeerlösen, was sich auf die Profitabilität des Geschäfts auswirkt.“ Dies sei genau das Gegenteil zu der Entwicklung von ProSiebenSat.1.

 

APA/Red.

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