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Pressefotograf Cremer geht in Pension

Lage der Pressefotografie sei „besonders übel“
© APA/ Ludwig Schedl

Matthias Cremer arbeitete seit Jahrzehnten als Pressefotograf für die Tageszeitung „Der Standard“

Der hochdekorierte „Standard“-Pressefotograf Matthias Cremer ist in Pension gegangen. Über Jahrzehnte hinweg hatte Cremer die gedruckten und digitalen Seiten geprägt und dafür diverse Auszeichnungen erhalten, wie beispielsweise die Auszeichnung zum „Fotografen des Jahres“ vom Branchenmagazin „Österreichs Journalist:in“.

Seine Fotokarriere startete der 1956 in Wien geborene Cremer als Mittzwanziger. So waren Ende der 1980er Jahre seine Fotos in einer Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien zu sehen. 1988 holte ihn dann Oscar Bronner zur Tageszeitung „Der Standard“. Die gegenwärtige Lage seiner Branche stuft der Pressefotograf jedoch als „besonders übel“ ein, da die meisten Medienhäuser zwar mit textaffinen Leuten besetzt seien, jedoch werde bei finanziellen Engpässen bei den Fotografierenden gespart. Auch sei ein Anlass zur Sorge, dass Fotos aus den Ministerien und offiziellen Seiten daherkommen. Dabei sei es oberste journalistische Pflicht, Journalismusprodukte und nicht PR- Bilder anzubieten. 

Auch für die Zeit ab seiner Pension hat der Pressefotograf schon Pläne. So will er ein weiteres Buch veröffentlichen. Sein erstes Buch „Matthias Cremer 25 Jahre Fotografie für ‚Der Standard‘“ erschien 2013. Nun will er für das neue Werk das Zeitfenster erweitern und sein Archiv noch einmal durchsehen. Außerdem befindet er sich in Verhandlungen mit dem „Standard“ wegen der Fortführung seines Photoblogs, für den er zumindest ein bisschen aktuell fotografieren möchte.

PA/ Red.

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