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Press Freedom Award vergeben

Reporter ohne Grenzen zeichnet drei Journalistinnen aus.
© Pixabay

Symbolbild

Die saudi-arabische Bloggerin und Journalistin Eman al-Nafjan ist mit dem Press Freedom Award von Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet worden. Die Organisation würdigte damit den Mut der Journalistin, die nicht selbst zur Preisverleihung am Donnerstagabend nach Berlin kommen konnte. Sie hatte sich für Frauenrechte in ihrem Land eingesetzt, kam daraufhin zwischenzeitlich in Haft und darf Saudi-Arabien nicht verlassen, wie Reporter ohne Grenzen anlässlich der Preisverleihung mitteilte.

Einen Preis für unabhängigen Journalismus erhielt die Malteserin Caroline Muscat. Sie gründete nach dem Mord an ihrer Kollegin Daphne Caruana Galizia 2017 die unabhängige Investigativ-Website „The Shift News“. Den Press Freedom Award für besonders wirkungsvollen Journalismus erhielt Pham Doan Trang aus Vietnam. Sie setzt sich für Bürger- und Minderheitenrechte in ihrem Land ein. Dafür wurde die Journalistin, Bloggerin und Autorin bereits mehrfach verhaftet. Auch Pham Doan Trang konnte nicht persönlich anreisen.

In den drei Kategorien waren Journalistinnen und Journalisten aus zwölf Ländern nominiert. Über die Gewinnerinnen entschied eine internationale Jury. In diesem Jahr wurden die Press Freedom Awards erstmals in Berlin verliehen. Anlass war das 25-jährige Bestehen der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen (ROG). Die Festrede hielt der frühere Chefredakteur der britischen Tageszeitung „Guardian“, Alan Rusbridger. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller begrüßte die rund 250 internationalen Gäste im Namen der Stadt Berlin.

APA/Red

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