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Politik prüft Gesetzesanpassung für Home Office

Das Gesundheitsministerium will sich der Problematik rund um eine versicherungstechnische Gleichstellung von Arbeitnehmern im Home Office annehmen.
© Karolina Grabowska für Pixabay

Am einfachsten stellt der Arbeitgeber den Zugriff auf den Home-Arbeitsplatz mittels VPN-Verbindung oder einem Laptop zur Verfügung

Aktuell sind Zehntausende, die wegen der Coronavirus-Epidemie in den eigenen vier Wänden arbeiten, nicht auf die gleiche Weise versichert, wie auf Firmenterrain. Dem soll „bald“ entgegengewirkt werden. Verunfallt ein Arbeitnehmer zu Hause außerhalb seines Arbeitsbereiches, würde er in vielen Fällen keine arbeitsrechtliche Deckung haben und zum Beispiel um lebenslange Rentenzahlungen umfallen.
Da die Bundesregierung wegen der Corona-Krise im Eiltempo diverse Gesetze beschlossen hat, wurde vom AK-Experten Wolfgang Panhölzl Ähnliches für die betroffenen Tele-Arbeiter eingefordert. „Angesichts der aktuellen Herausforderungen betreffend Home Office prüfen wir mögliche Regelungen und sind in Abstimmung, um eine baldige Lösung zu finden“, hieß es nun aus dem Gesundheitsministerium.

Noch keine klare Regelung

„Derzeit ist die Frage, wie sind Menschen in Zeiten einer Pandemie im Home Office abgesichert, ausschlaggebend. Mögliche Regelungen darüber hinaus werden wir prüfen.“
Indes wies die Anwaltskanzlei Benn-Ibler auf einige Punkte in Sachen Home Office hin: So müsse bei den Arbeitsmittel die Verwendung bzw. deren Zurverfügungstellung, die Wartung und der Zutritt geregelt werden. „Am einfachsten stellt der Arbeitgeber den Zugriff auf den elektronischen Arbeitsplatz in einer geschützten Umgebung oder Zugriff mittels VPN-Verbindung oder einen Laptop zur Verfügung.“ In Wien könne der Arbeitgeber beispielsweise auch Förderungen von bis zu 10.000 Euro in Anspruch nehmen.
Fragen gibt es auch zu Mobiliar wie etwa Bürosessel oder Schreibtisch. Diese sollten aus Sicht der Anwälte – wenn möglich und zumutbar – vom Arbeitnehmer getragen werden. „Falls doch Mehrkosten anfallen, beispielsweise für Telefonate vom privaten Handy, hat diese der Arbeitgeber zu ersetzen.“ In Sachen Kurzarbeit könne diese auch mit Home Office kombiniert werden.
Besonders wichtig ist natürlich der Datenschutz sowie Datensicherheitsmaßnahmen und berufsrechtliche Geheimhaltungsverpflichtungen. Diese Pflichten gelten insbesondere und natürlich auch gegenüber Familienmitgliedern. Informationen zur Förderung von IT-Infrastruktur zum Aufbau von Telearbeitsplätzen für Wiener Unternehmen sind unter http://go.apa.at/jZlukStC abrufbar.

 

 

APA/red

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