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ORF-Redakteurin Edith Stohl verstorben

Die Journalistin war Gründungsmitglied und Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien.
© ORF/Thomas Ramstorfer

Edith Stohl

Die langjährige Redakteurin der ORF-Abteilung Bildung, Wissenschaft und Zeitgeschehen Edith Stohl ist am 8. November 2019 unerwartet verstorben, wie der ORF am 11. November 2019 bekanntgab. Die gebürtige Mistelbacherin war neben ihrer journalistischen Tätigkeit vor allem frauenpolitisch aktiv: Stohl beteiligte sich an der Entstehung der Plattform Frauen im ORF. Von 2011 bis 2014 war sie Gleichstellungsbeauftragte für den Bereich Fernsehen Programm, und erstellte mit anderen Mitstreitern einen Gleichstellungsplan. Außerdem war sie Gründungsmitglied und ab 2015 auch Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien. Denn wie es ihre dortigen Kolleginnen ausdrücken, war ihr „Frauensolidarität stets wichtig“.

Stohl studierte Geschichte an der Universität Wien. 1978 wurde sie freie Mitarbeiterin der Auslandsredaktion des ORF-Fernsehens. Zehn Jahre später arbeitete sie im ORF-Korrespondentenbüro in London. Danach war sie von 1989 bis 1994 für den Staatsfunk in Warschau als verantwortliche Redakteurin. Als Mutter einer Tochter und eines Sohnes kehrte sie 1994 zum Aktuellen Dienst des ORF nach Wien zurück. Seit 1999 betreute sie als Programmeinkäuferin, Redakteurin und Regisseurin Sendungen wie „Nightwatch“, „Brennpunkt“, „Dokumente“ und „Menschen & Mächte“.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz meinte anlässlich des Ablebens von Stohl gegenüber dem „Standard“: „Sie war eine hervorragende Journalistin, die sich frauenpolitisch sehr engagierte und maßgeblich am ORF-Gleichstellungsplan mitgearbeitet hat.“

PA/red

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