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ORF müsse den „digitalen Bereich“ stärker nutzen

Generaldirektor Wrabetz hofft, dass die Politik den Ausbau der Social-Media-Präsenz erlaubt.
ORF

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz

Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist eine Erkenntnis aus der Coronakrise, dass der ORF den digitalen Bereich „viel stärker“ nutzen müsse. „Wenn wir die Bevölkerung umfassend erreichen wollen, dann müssen wir großflächiger und mit neuen Formaten, im digitalen Bereich und im Social-Media-Bereich, tätig werden“, sagte er anlässlich der Präsentation des Public-Value-Berichts am Dienstagabend (26.5.).

Facebook, Instagram und Podcasts müssten auch nach der Krise verstärkt genutzt werden. Wrabetz appellierte einmal mehr an die Politik, dem ORF den Ausbau seiner Social-Media-Präsenz gesetzlich zu erlauben. „Ich glaube, es braucht mehr Angebot vom ORF, was natürlich eine große Herausforderung ist angesichts der wirtschaftlichen Themen, vor denen wir stehen“, sagte der ORF-Chef.

Auch was vernetztes Arbeiten und rasche Information außerhalb der üblichen Zeitkorsette betrifft, habe man in der Krise viel gelernt. Wrabetz zeigte sich sehr zufrieden mit der Performance des ORF in den vergangenen Monaten: „Die gesamte Gesellschaft hat gesehen, dass in so einer fundamentalen Krise klassische Medien, die sonst oft in Frage gestellt werden, eine ganz wichtige Rolle für die Gesellschaft spielen und dass auch insbesondere ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk eine ganz wichtige Rolle spielt.“ Was in der Berichterstattung in den vergangenen Wochen zu kurz gekommen sei, sei die Auseinandersetzung mit den psychologischen Folgen der Krise.

In insgesamt sechs Gesprächsrunden widmet sich der ORF der Frage, welche Erfahrungen Medien und insbesondere der ORF aus der Corona-Pandemie ziehen können. Die ORF-„Dialogforen“ finden Corona-bedingt ohne Publikum statt und werden per Livestream auf http://zukunft.orf.at übertragen. Weitere Ausgaben stehen am 2. und 9. Juni ab 17.00 Uhr am Programm. Aufzeichnungen der Dialogforen sind am 30. Mai sowie am 6. und 20. Juni um jeweils 9.00 Uhr in ORF III zu sehen.

APA/red

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