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ORF 1: Info-Redakteure beklagen „Missstände“

Sie sehen "journalistische Freiheit und Qualität der Infosendungen in Gefahr".
© pixabay.com / meineresterampe

Die Redakteure der ORF 1-Inforedaktion sehen „die journalistische Freiheit und Qualität der Infosendungen in Gefahr“. Das schreiben sie in einer Petition an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Channelmanagerin Lisa Totzauer und Chefredakteur Wolfgang Geier. Anlass sei, dass dem stellvertretenden Chefredakteur Thomas Faustmann eine „Job Rotation“ nahegelegt worden sei.

Dies würde von vielen Redakteuren „in Anbetracht der aktuellen Situation als Versetzung wahrgenommen“, heißt es in dem Schreiben. Darin kritisiert die Redakteursversammlung, die am 28. November zusammentrat, dass journalistisch betrachtet bei ORF 1 einiges schief laufe. Man habe den Eindruck, „dass einige wenige Führungskräfte darüber entscheiden, was und wie berichtet wird“. Das widerspreche dem Redakteursstatut ebenso wie den gesetzlichen Verpflichtungen des ORF gegenüber seinem Publikum. Die Kürzung des „Magazin 1“ als „Hauptinformationssendung“ kritisieren die Redakteurinnen und Redakteure scharf. Zudem werde die Sendung „in ein Unterhaltungsformat umgewandelt“. Außerdem werde man von den Führungskräften aufgefordert, „die Ansprüche herunterzuschrauben“.

Die Petition schließt mit der Forderung nach einer „gelebten und offenen Diskussions- und Debattenkultur“, neue Sendungskonzepte sollten „in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Redaktion“ entstehen. Das Management müsse sich darum bemühen, dass „bei vielen Kolleginnen und Kollegen in den letzten Monaten zerstörte Vertrauen“ wieder herzustellen.

ORF: Alle Regulative eingehalten

Im ORF hielt man auf APA-Anfrage fest: „Selbstverständlich werden im beschlossenen Änderungsprozess alle Regulative streng eingehalten.“ Darüber hinaus gab es zu den Kritikpunkten der Redakteure keinen Kommentar. Am Küniglberg verweist man aber „auf die vertrauensbildende Reaktion des zuständigen Chefredakteurs im Gespräch mit den Redakteurinnen und Redakteuren“. Diese hatten in ihrem Schreiben erwähnt, dass Geier bei der Redakteursversammlung „zugesagt“ habe, „Missstände zu beseitigen“.

 

APA / RED

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