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Online-Trolle sind auch im echten Leben unausstehlich

Das Internet alleine ist nicht Schuld an unguten Zeitgenossen.
@unsplash

Die Studie legt nahe, dass ohnehin aggressive Menschen bewusst die Möglichkeiten des Internets nutzen, ihr Trollen also eine bewusste Strategie ist.

Im Internet kann man kaum über Politik diskutieren, ohne dass Trolle auftauchen. Das schiebt auch die Forschung oft auf die Anonymität des Internets und dadurch fehlende Empathie. Doch diese Erklärung stimmt gar nicht, so eine Studie der Universität Aarhus. Die gefühlt große Feindseligkeit in Online-Diskussionen rührt demnach eher daher, dass das Internet ohnehin zu aggressiven Worten neigende Menschen für andere einfach sichtbarer macht.

„Es gibt viele psychologische Faktoren, warum wir unser Temperament online nicht so leicht zügeln können“, meint Erstautor Alexander Bor, Politwissenschaftler in Aaarhus. Doch sei ebenso aus der psychologischen Forschung bekannt, dass unterschiedliche Persönlichkeiten nicht gleich stark zu Aggression tendieren. „Letztlich zeigt sich, dass diese Persönlichkeitsunterschiede viel stärker für Online-Feinseligkeit verantwortlich sind“, sagt er. Das zeige die Studie, für die über 8.000 Amerikaner und Dänen Auskunft über ihre Erfahrungen mit und ihr Verhalten bei politischen Diskussionen online und offline gaben. Das Ergebnis: Jene, die sich online eher feindselig verhalten, machen das in der realen Welt auch. Diese Menschen wollen Anerkennung und Status, weshalb sie sich dominant und aggressiv geben, um keine Diskussion zu verlieren. Die Studie legt auch nahe, dass ohnehin aggressive Menschen dabei ganz bewusst die Möglichkeiten des Internets nutzen, ihr Trollen also eine bewusste Strategie ist.

 

pressetext/Red.

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