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OMV klagt Magazin „Dossier“

Der Ölkonzern sieht seinen Ruf durch die "Dossier"-Berichte über den Borealis-Deal geschädigt.
© Pixabay

OMV gegen „Dossier“ geht vor Gericht.

Laut „Dossier“ habe die OMV für die Borealis-Anteile einen zu hohen Kaufpreis bezahlt und den Aufsichtsrat über den Deal nicht ausreichend informiert. Verkäufer war Mubadala, der Staatsfonds von Abu Dhabi, der selbst mit 24,9 Prozent an der OMV beteiligt ist. Daraufhin habe der Ölkonzern, im Dezember, „Dossier“ ,aufgrund ihrer Berichterstattung über den Borealis-Deal, auf Unterlassung, Widerruf , Zahlung und Feststellung verklagt. Die Summe soll 94.000 Euro betragen. Weil „Dossier die Berichterstattung fortsetzt habe, reichte die OMV am 8.Februar eine zweite Klage beim Handelsgericht Wien ein. Dieses Mal solle es um 60.000 Euro Schadensersatz gehen. Laut „Dossier“ wurden die beiden Klagen zusammengefasst. Mittlerweile gehe es um einen Schadensersatz in der Höhe von 130.000 Euro. Das Beweisverfahren soll am 28. Mai 2021 am Handelsgericht starten.

Greenpeace fordert Rücktritt von CEO

Nachdem nun bekannt wurde, dass die OMV das Magazin „Dossier“ wegen dessen Berichterstattung über den Erwerb des Chemiekonzerns Borealis verklagt hat, fordert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit den Rücktritt von OMV-Vorstandschef Rainer Seele. Außerdem werfen die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Fridays for Future der OMV Spionage vor. Der Gaskonzern soll in Neuseeland Umweltschützer systematisch ausspioniert und durch Sicherheitsleute infiltriert haben. Die Umweltschutzorganisationen beziehen sich auf einen Bericht des neuseeländischen Senders „Radio New Zealand“. Diesem zu Folge soll OMV das „Spionageunternehmen“ Thompson and Clark damit beauftragt haben, in Neuseeland Umweltschutzorganisationen zu beobachten. Häuser der Umweltschützer sollen überwacht und Peilsender an Greenpeace-Autos angebracht worden sein. Nun fordern Greenpeace und Fridays for Future Österreichs Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) auf, von der Führung des teilstaatlichen Konzerns die Offenlegung aller Verträge mit „Spionagefirmen“ zu verlangen.

APA/red

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