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ÖWR kritisiert geplante Werbeverbote

Die umstrittenen Nährwertprofile für fett- und zuckerhaltige Lebensmittel seien mehrheitlich beschlossen.
@ÖWR

Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberates, kann die neuen Beschlüsse nicht nachvollziehen.

Jetzt ist es fix: Für den Bericht über geplante Werbeverbote folgt jetzt die Aktualisierung, denn das Werbeverbot für Heumilch, Bio-Butter, Süßes, Käse, Fleischprodukte, Fischstäbchen und Co. soll gestern von der Nationalen Ernährungskommission (NEK) des Gesundheitsministeriums beschlossen worden sein. Der Werberat zeigt sich weniger erfreut.

„Dieser Beschluss ist mehr als verwunderlich, denn vor fünf Monaten ist die Novellierung der Audiovisuellen Mediendienste-Richtlinie in Österreich umgesetzt worden. Diese wurde im Schulterschluss mit der Lebensmittelbranche, den Medien und allen öffentlichen Stellen – auch dem Gesundheitsministerium – erarbeitet und sieht strenge Vorlagen für Lebensmittelwerbung im Umfeld von Kindersendungen vor. Nunmehr erfolgt ein weiterer Vorstoß, der auf keinerlei wissenschaftlicher Evidenz beruht und gewissermaßen über die Hintertüre weitreichende Werbeverbote erwirken soll“, so Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberates (ÖWR). Auch wenn die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen absolut schützenswert sei, so dürfe dies aus Sicht des ÖWR nicht über den Weg der der Einschränkung der Informations- und Werbefreiheit versucht werden. Vielmehr führe die gegenteilige Strategie zum Ziel: „Aufklären, informieren, Werbekampagnen für ausgewogene Ernährung und letztendlich die Eigenverantwortung stärken. Bevormundung und Verbote sind der falsche Weg“, so Straberger.

 

PA/Red.

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