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Österreichische Unterhaltungs- und Werbebranche auf Wachstumskurs

Prognose bis 2026 zeigt kontinuierliches Wachstum
© Unsplash

Einen Schritt in Richtung Vorkrisenniveau machte auch die Kinobranche. Der Umsatz steigerte sich hierzulande von 40 Millionen Euro 2020 auf 50 Millionen Euro 2021

Für die österreichische Unterhaltungsbranche sind wieder bessere Tage angebrochen. Nach einem Pandemieknick im Jahr 2020 ist die Unterhaltungs-, Medien- und Werbebranche wieder auf Wachstumskurs. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) stiegen die E&M-Umsätze (Entertainment & Media) im Vorjahr um acht Prozent an, nachdem sie pandemiebedingt 2020 um fünf Prozent geschrumpft waren. Mit rund 11,23 Milliarden Euro überschreiten die Umsatzzahlen mittlerweile das Vorkrisenniveau.

Die Zahlen stammen aus der 23. Jahresausgabe des „Global Entertainment & Media Outlook“ von PwC. Die Studie analysiert die Entwicklung von 14 Segmenten der Entertainment- und Medienindustrie. Eine Prognose bis 2026 geht von einem kontinuierlichem Branchenwachstum auf bis zu 12,6 Milliarden Euro aus. Vor allem aber treten hier Streaming-Plattformen und der Online-Werbemarkt als Wachstumstreiber in Erscheinung.

Boom der Streaming-Dienste

Video-Streaming wuchs bereits von 2019 auf 2020 um 43 Prozent und legte im Vorjahr nochmals um 26 Prozent zu. Der Umsatz belief sich auf 407 Millionen Euro und soll bis 2026 auf rund 550 Millionen ansteigen, so die Prognose. Traditionelles, lineares Fernsehen dürfte dagegen kein weiteres Wachstum verzeichnen.

Noch stärker legte die Online-Werbung mit einer Wachstumsrate von 29 Prozent zu. Die Steigerung belief sich von 825 Millionen Euro Jahresumsatz 2020 auf 1,07 Milliarden Euro Jahresumsatz 2021. Die Umsatzprognose für 2026 lautet auf 1,37 Milliarden Euro. TV-Werbung boomt mit einem Plus von 18 Prozent auf 733 Millionen Euro ebenfalls, weist aber eine bescheidenere Umsatzprognose für die kommenden Jahre auf.

Aber auch für die Kinobranche geht es bergauf. Der Umsatz steigerte sich hierzulande von 40 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro 2021. Jedoch ist das Vorkrisenniveau mit 146 Millionen Euro noch lange nicht erreicht. Leicht aber stetig bergab geht es für Bücher. 2021 erwirtschaftete der österreichische Buchmarkt einen Jahresumsatz von 538 Millionen Euro, der aber bis 2026 auf 529 Millionen Euro sinken soll. Der E-Book-Markt erfuhr dagegen einen deutlichen Schub und blickt auf 120 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2021. Ein Anstieg auf rund 160 Millionen Euro wird bis 2026 erwartet.

 

APA/ Red.

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