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ÖBB-Chef Matthä ist präsentester CEO Österreichs

Ranking der Medienpräsenz: Mateschitz und Wrabetz auf den Plätzen zwei und drei – mit Glatz-Kremsner ist erstmals eine Frau in den Top-10.
© APA-Comm

Für das Ranking hat APA-Comm 1,13 Mio. Beiträge aus heimischen Tageszeitungen, Magazinen sowie Radio- und TV-Nachrichtenformaten analysiert.

Den ersten Platz im aktuellen CEO-Ranking von APA-Comm belegt ÖBB-Chef Andreas Matthä. Mit insgesamt 532 Beiträgen und einem Präsenzindex von 2,06 Punkten steigt Matthä um vier Plätze auf und liegt erstmals an der Spitze der medial sichtbarsten Firmenchefs Österreichs. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Red-Bull-CEO Dietrich Mateschitz und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Der Analysezeitraum erstreckt sich von Juli 2019 bis Juni 2020.

Andreas Matthä verzeichnet zwar nicht die meisten Beiträge aller CEOs, steht jedoch überdurchschnittlich intensiv im Zentrum des medialen Interesses – neben der Anzahl der Beiträge fließt die Intensität der Berichterstattung als gewichtender Faktor in den Präsenzindex mit ein. Vor allem Themen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, wie Einschränkungen des Zugverkehrs, Kurzarbeit und die Maskenpflicht in Zügen, sorgten für öffentliche Aufmerksamkeit. Neben diversen Infrastrukturprojekten trägt die neu geschaffene Nachtzugverbindung von Wien nach Brüssel zur hohen medialen Sichtbarkeit des ÖBB-Chefs bei.

Rang zwei belegt Red-Bull-CEO Mateschitz, der mit 1,99 Punkten einen Platz im Vergleich zum Vorjahr gut macht. Trotz zahlreicher Absagen und Verschiebungen von geplanten Sportevents ist der reichste Mann Österreichs weiterhin besonders im Sport-Ressort präsent.

ORF mit vielen Maßnahmen präsent

Den dritten Platz belegt ORF-Generaldirektor Wrabetz, der mit 1,97 Punkten im Vergleich zur Vorperiode einen Rang einbüßt. Die meisten Beiträge verzeichnet Wrabetz in den Ressorts Kultur (36 Prozent) und Medien (20 Prozent). Im Zentrum der Berichte steht auch hier die Corona-Pandemie bzw. die damit einhergehenden Änderungen im Programm des ORF: Von einer „durchgeschalteten Zeit im Bild“, die mit Marktanteilen von teils über 60 Prozent Rekordquoten erreichte, über die vormittägliche „Freistunde“ für daheimbleibende Schülerinnen und Schüler bis zur freiwilligen Quarantäne ganzer Teams im Sendegebäude sorgten zahlreiche Maßnahmen für Aufmerksamkeit.

Die Plätze vier und fünf belegen OMV-Chef Rainer Seele (Präsenzindex 1,64) und Montana Tech-Geschäftsführer Michael Tojner (Präsenzindex 1,60). Beide CEOs verbuchen eine überdurchschnittlich hohe Intensität in der Berichterstattung.

Glatz-Kremsner erste Frau in Top-10

Die bestpositionierte Unternehmenslenkerin Österreichs ist Casinos-Austria-Chefin Bettina Glatz-Kremsner, die den zehnten Platz belegt (Präsenzindex 1,17). Zum ersten Mal erreicht damit eine Frau eine Top-10-Platzierung in diesem Ranking. Im Vergleich zur Vorperiode verbessert sich Glatz-Kremsner sowohl nach Punkten als auch nach Rängen.

Infineon-Chefin Sabine Herlitschka stößt mit einem Präsenzindex von 0,80 auf Rang 17 vor. VIG-CEO Elisabeth Stadler komplettiert auf Rang 29 (Präsenzindex 0,46) das weibliche Top-Trio im CEO-Ranking von APA-Comm. Wie schon in der Vorperiode finden sich in den Top-50 sonst ausschließlich männliche Firmenchefs.

Veränderung durch Corona

Werden nur die Monate seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Österreich herangezogen (März bis Juni 2020), ergibt sich ein deutlich verändertes Bild: AUA-Chef Alexis von Hoensbroech, der regulär den siebten Platz belegt, übernimmt in diesem Zeitraum den ersten Rang – Matthä und Seele folgen in den „Corona-Monaten“ auf den Plätzen zwei und drei. Größere Sprünge machen in diesem Zeitraum auch Post-CEO Georg Pölzl (Rang 5 statt 14) und Do&Co-Chef Attila Doğudan (Rang 11 statt 22).

Gut im nternationalen Vergleich

Den Präsenzvergleich mit internationalen CEOs müssen heimische Unternehmenslenkerinnen und -lenker nicht scheuen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Präsenzindex 1,33) oder Amazon-Chef Jeff Bezos (Präsenzindex 1,73) kämen beide im Ranking nicht in die Top-3. Einzig Tesla-CEO und SpaceX-Gründer Elon Musk sprengt die Decke der Medienberichterstattung und würde mit 2,68 Punkten überlegen den ersten Platz belegen.

APA/red

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