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ÖAK: E-Paper sind lukrativer Rettungsanker

Im 2. Halbjahr 2019 konnten wachsende Digital-Abonnements den Print-Abo-Rückgang kompensieren.
© Pixabay

Printauflagen sinken weiter

Die Daten der von der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) am Mittwoch (19.2.) veröffentlichten Zahlen für die heimischen Print-Titeln zeigen, dass der Trend zu weniger Print und mehr E-Paper sich im zweiten Halbjahr 2019 fortgesetzt haben. Denn es gab durchwegs nur Zuwächse bei Digital-Abonnements. Interessant ist, dass nach wie vor die „Kronen Zeitung“ die Gratistageszeitungen „Heute“ und „Oe24“ zahlenmäßig übertrumpft.

Ohne Einbußen im Print geht es nicht

Die „Kronen Zeitung“ bleibt mit einer verkauften Auflage von 666.656 Stück der stärkste Tages-Kauftitel. Sie hat auch rund 576.000 zahlende Dauerkunden, davon bereits fast 24.000 E-Paper-Bezieher. Trotzdem muss die Krone einen Verlust von mehr als 21.600 Abonnenten innerhalb eines Jahres hinnehmen. Die Gratis-Zeitung „Heute“ verbreitete in den zweiten sechs Monaten 537.354 Stück, ein Minus von 20.753, für die Kombination „Österreich & oe24“ wird 531.050 verbreitete Auflage ausgewiesen, ein Minus von 16.094 Exemplaren. Beide Gratiszeitungen verfügen aber bereits über mehr als 5.000 bzw. mehr als 4.000 E-Paper-Abonnements, oe24 konnte mehr als 2.500 davon verkaufen.

Die „Kleine Zeitung“ (gesamt) setzte 278.947 Stück um. Sie konnte sich um 1.157 Exemplare steigern. Die Verkaufsauflage des „Kurier“ betrug 114.359, das ist ein Minus von 2.625 Stück. Allerdings wurden schon mehr als 11.000 E-Papers verbreitet.  Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ verkauften im Schnitt 98.537 Stück pro Auflage (minus 5.129), die „Tiroler Tageszeitung“ 75.087 (minus 2.066). Auch bei der verkauften Printauflage der „Salzburger Nachrichten“ (68.397) steht ein Minus (- 3.668). Sie konnte aber bereits 10.800 E-Papers verkaufen. „Die Presse“ konnte ihre Auflagenzahl sogar leicht verbessern (von 68.130 auf 68.283 Stück). „Die Vorarlberger Nachrichten“ mussten hingegen Einbußen von 949 Exemplaren (Auflage: 55.916), „der Standard“ von 1.195 Stück (Auflage: 55.452) hinnehmen. Die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ kam schließlich auf eine Verkaufsauflage von 6.672 (minus 138).

VGN-Gruppe verzeichnet große Verluste

Bei den Wochenmagazinen muss vor allem die VGN-Gruppe mit „News“ und „Woman“ einen Verlust von jeweils etwa einem Viertel der Abonnements im Vergleich zu vor einem Jahr hinnehmen. Die Zeitschrift „News“ hat noch 37.547 Abonnenten, „Woman“ noch 53.001. Die Fernseh-Illustrierte „TV-Media“ verlor nur etwa ein Achtel, und hat trotzdem noch 106.385 Bezieher. Rückgänge bei den verkauften Auflagen gab es beim „profil“ (minus 2.700 – Auflage:50.914) und beim Wirtschaftsmagazin „trend“ (minus 5.421 – Auflage: 36.190). Die „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) konnten den Verlust mit einem Minus von 878 recht gering halten (Auflagenzahl: 94.049). Die Gratis-Titel der Regionalmedien Austria (RMA) konnten ihren Stand bei mehr als 3,3 Millionen Exemplaren im zweiten Halbjahr 2019 in etwa halten.

PA/red

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