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Die Medientage München boten Experten ein Forum

 

Die Medientage München widmeten sich den Veränderungen in der Branche

 

Die Medien-Gesellschaft der Zukunft wird geprägt von digitalen Innovationen, Künstlicher Intelligenz, automatisierten Entscheidungssystemen, Big Data und Globalisierung, aber auch von aktiven Rezipienten, Social Media, fragmentierten Publika und der Personalisierung von Medienangeboten. Das diskutierten während der 32. MEDIENTAGE MÜNCHEN etwa 400 Experten vor über 7.000 Teilnehmern. Drei Tage lang bot Europas größter Medienkongress insgesamt mehr als hundert Panel-Diskussionen, Keynotes und weitere Gesprächsrunden. Hinzu kamen Präsentationen und Talk-Formate im Expo-Programm und auf dem MedienCampus Bayern.

 

Um den disruptiven Wandel der Medienbranche zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen einer Media Tech Society möglichst demokratisch zu gestalten, sind Medienpolitik und -ethik ebenso gefragt wie technologische Konzepte, von denen die menschliche Würde und Freiheit nicht untergraben werden. Dabei spielt der Umgang mit Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle. Der britischamerikanische Internet-Kritiker und Autor Andrew Keen ("How to Fix the Future") forderte, politische Regulierung müsse die Privatsphäre, Persönlichkeits- und Verbraucherrechte schützen. Nur der Mensch, nicht die Technologie könne die Probleme der digitalen Gesellschaft lösen, lautete Keens Appell. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), hatte bereitsin seiner Eröffnungsrede darauf hingewiesen, Social Media und Algorithmen hätten die Art und Weise, wie Menschen mit Nachrichten und Informationen umgehen, grundlegend verändert. Deshalb müsse nun geregelt werden, wie wir unsere Autonomie bewahren könnten, "wenn Algorithmen darüber abstimmen, welche Nachrichten wir hören, welche Partn er wir treffen oder wie wir uns in Dilemma-Situationen zu entscheiden haben". Der Bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa Georg Eisenreich bezeichnete die digitale Transformation als "große Aufgabe". Nun gelte es, Werte, Wohlstand und Demokratie ebenso zu sichern wie Meinungsvielfalt und -freiheit. Beim "Kampf um den Erhalt und die Entstehung von Geschäftsmodellen" seien angesichts der äußerst dynamischen technologischen Entwicklung Kooperationen und Vernetzung gefragt. Der globale Wettbewerb erfordere außerdem vergleichbare, transnationale Regeln für alle. Dies betreffe vor allem Datenschutz, Steuerrecht und Vielfaltssicherung.

Bildcredit: Medientage München GmbH