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Die doch überraschende Kündigung von Peter Krotky, etliche Jahre lang Chefredakteur und Geschäftsführer von Die Presse Digital, schlug intern hohe Wellen. So trat die Online-Redaktion in einem offenen Brief geschlossen für den Verbleib ihres Chefs ein.

Krotky selbst wollte gegenüber ExtraDienst die Ereignisse mit Verweis auf mögliche rechtliche Folgen nicht kommentieren, auch Presse-Geschäftsführer Michael Tillian gab sich ungewohnt wortkarg. Er ließ nur ausrichten, man kommentiere das Thema nicht – „aus Rücksicht auf Krotky“.

Hinter dem Einzelschicksal – der Geschasste wird 50, ist Vater zweier kleiner Kinder – verbirgt sich weit Größeres: die grundsätzlichen Veränderungen der Styria in Digitalfragen. Konkreter: die bevorstehende  Zusammenlegung der Digitalplattformen in der Styria Digital, wofür Routinier Krotky offensichtlich nicht mehr benötigt wird.

Denn für die Umsetzung wurde eigens Peter Neumann, Ex-Digitalchef bei Dieter von Holtzbrincks DvH Medien, Ende 2012 als GF geholt. Als weiterer starker Mann für alle Digitalpläne des steririschen Medienkonzerns gilt WirtschaftsBlatt-Mann Alexis Johann.

In der Styria Digital genannten Gesellschaft sollen künftig die Portale von Kleine Zeitung, Die Presse und WirtschaftsBlatt zusammengefasst werden. Der Vorstandsbeschluss dazu ist bereits im August 2012 gefallen.

Als fix gilt, dass Entwickler und Anzeigenteams der einzelnen Marken fusioniert werden sollen, ähnliche Pläne für die Redaktionen (das umstrittene Konzept der „Content Machine“ von Ex-Styria-Boss Horst Pirker lässt grüßen) werden von Neumann aber dementiert. Der ursprüngliche Starttermin für die Fusion, der 1. April, musste zwischenzeitlich auf 1. Juli verschoben werden. Da liege man aber perfekt im Zeitplan, erklärt Neumann.