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Hans Roth, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender SaubermacherHans Roth ist einer von denen, die Horst Pirker schätzen. Und die Pirker schätzt. Der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende der Saubermacher Gruppe ist das, was man einen ruhigen, eleganten, älteren Herren nennt. Einen, der nachdenkt. Einer, der sich um das Thema Umwelt und Ökologie kümmert. Das jetzt herum erzählt wird, Pirker hätte ihn fallen lassen und seine Freundschaft dahingehend enttäuscht, dass er schon nach zwei Jahren das Handtuch geworfen hat, macht Roth traurig. „Das Mediengeschäft ist halt sein Leben. Das muss man verstehen. Das ist seine große Leidenschaft. Wir hatten“, so meint er zu ExtraDienst, „genügend Zeit, Pirkers Abgang vorzubereiten. Rund ein halbes Jahr. Wir haben neue Manager aufgenommen, die seine Funktion übernehmen sollen. Und: Horst Pirker hat mit mir vereinbart, dass er bis 30. Mai 2014 für uns tätig ist. Bis zu seinem letzten Arbeitstag wird er uns zur Verfügung stehen. Und auch danach mit Rat und Tat. Pirker ist ein anständiger Mensch. Er hält seine Fristen ein und das schätze ich an ihm.“

 

Er, Roth, habe Pirker auch geraten, zu Red Bull zu gehen. Und dort sei er nicht, wie böswillige Zungen behaupten, gescheitert, sondern die Gründe, warum er von Mateschitz weggegangen sei, seien familiäre gewesen. Doch das sei jetzt im grünen Bereich. Freilich wolle er über Pirkers private Dinge nicht sprechen. Das solle der selber tun.

 

Roth ist ruhig, er argumentiert freundlich, er ist ehrlich. „Das es der News Verlagsgruppe nicht so gut geht, war mir eigentlich nie klar“, meint er. „Das habe ich erst heute Mittag (am letzten Arbeitstag von Axel Bogocz, dem 9. Jänner 2013) verstanden. Weil mich Menschen darauf angesprochen und gefragt haben, ob der Horst das schaukeln kann.“ Und dann sagt er einen dieser liebenswürdigen Sätze, bei denen man versteht, dass es gut ist, wenn man Freunde wie Hans Roth hat. Er meint, nachdem ich ihm die Frage beantwortet habe, welche Rendite von Verlagen wie Gruner + Jahr von Tochterunternehmen wie News eingefordert werde, dass er gerne mit dem Verlagsgeschäft tauschen würde. Und dann sprudelt aus ihm heraus, dass er glaubt, dass Pirker genau der Richtige für News ist. Roth wörtlich: „Pirker sucht die Herausforderung. Und: Er hat nicht viel zu verlieren. Denn viel schlechter, als es dort läuft, kann es ja wohl nicht laufen. Er hat eine gute Menschenkenntnis. Er ist hervorragend vernetzt. Er kennt die richtigen Leute. Und wenn er es zusammenbringt, dieses Verlagshaus zu sanieren, dann werden ihm alle dafür dankbar sein.“ Und Roth resümiert so freundlich, wie unser Gespräch begonnen hat. „Eigentlich“, so meint er, „kenne ich nur drei Leute, denen ich zutraue, News zu sanieren: Sie, Herr Mucha, den Dichand und Horst Pirker.“ Danke für die Blumen. Der Ball wird wohl bei Letztgenanntem bleiben …