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Jetzt wird’s ernst. Im stetigen Bemühen, den erbärmlichen Hass-Postings hierzulande ein Ende zu machen, setzt der ExtraDienst nun neue Maßstäbe. In einem persönlichen Brief an die 1.000 wichtigsten Marketing- und Werbechefs des Landes hat ExtraDienst-Herausgeber Christian W. Mucha die um Unterstützung gebeten. Mit dem nachfolgenden Schreiben ersucht Mucha die Werbeverantwortlichen, jene Medienunternehmer und Page-Betreiber, die anonyme Hass-Postings zulassen oder gar fördern, künftig werblich zu boykottieren.

Die Reaktionen namhafter Werbechefs darauf werden wir demnächst bekannt geben. Und das ist Muchas Schreiben im O-Ton:

 

Werte Marketing- und Werbeleiter! 

Heute möchte ich mich mit einer ganz besonderen Bitte an Sie wenden:

Die Widerwärtigkeiten von anonymen Hass-Postings, Shitstorms und Cyber-Mobbing haben in der jüngsten Zeit ein schier unerträgliches Maß erreicht.

Bei allem Respekt für die Freiheit im Netz – dort, wo hasserfüllte Neurotiker ihre verbalen Injurien unter dem Schutz der Anonymität im Internet versprühen können, hat der Spaß längst aufgehört.

Sollten Sie diesbezüglich unsere Meinung, dass es jetzt reicht, teilen, dann bitte ich Sie, Ihren Einfluss einzusetzen und mit uns gemeinsam gegen dieses Übel anzugehen.

Wir haben daher mit dem ExtraDienst eine neue Kampagne gestartet, die Sie auf www.mucha.at finden.

Ich bin der Meinung, dass wir nur dann etwas verändern können, wenn wir alle vereint dagegen antreten. Das einzige Argument, das bei jenen wirkt, die davon profitieren, Hass-Postings auf ihren Pages zuzulassen, ist, wenn man ihnen ans Eingemachte geht:

Sprich an die Werbe-Aufträge, die Einschaltungen, die Internet-Banner.

Ich habe in den letzten Tagen eine Reihe von Gesprächen mit KollegInnen von Ihnen führen dürfen, die mir mitgeteilt haben, dass ihnen unser Ansatz gefällt, und dass sie unsere Aktion unterstützen.

Ich bitte Sie daher, wenn auch Ihnen Hass-Postings, Shitstorms und anonyme Beschimpfungen im Netz ein Gräuel sind, sich uns anzuschließen. Mit einem Bekenntnis, Pages oder Medien, die derartiges fördern, ja die gar anonyme Poster unter den Schutz des Redaktionsgeheimnisses stellen (welch zynische Infamie – was haben denn persönliche Untergriffe und Beschimpfungen mit redaktioneller Recherche zu tun), künftig werblich nicht mehr zu belegen. Viele KollegInnen von Ihnen haben mir mitgeteilt, dass das schon jetzt Entscheidungs-Usus ihrer Unternehmen ist.

Sollten Sie unsere Aktion gutheißen, dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir dieses Mail – einfach mit dem Vermerk „Ich bin dabei“ oder mit einem OK zurücksenden. Auch für jedwede Anregung oder jedweden Kommentar zu diesem Thema bin ich Ihnen ganz besonders verbunden.

Dafür bedankt sich schon im Voraus mit herzlichen Grüßen aus dem sonnigen Frankreich

 

Ihr

Christian W. Mucha