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Studie stellt Netzneutralität in Frage

 

Studie zieht Netzneutralität in der EU in Frage

 

Zero-Rating-Angebote, bei denen im mobilen Internet bestimmte Dienste wie Video- oder Musikstreaming nicht auf das in einem Tarif verfügbare Datenvolumen angerechnet werden, sind ein zweischneidiges Schwert. Vermeintlich bekommt der Kunde damit etwas geschenkt, da er Medienservices etwa von Apple, Netflix oder Spotify unbegrenzt ohne erneute Zusatzkosten nutzen kann. Doch insgesamt wird durch derlei Offerten der Mobilfunk für alle Nutzer teurer.

Zu diesem Schluss kommt eine jetzt publizierte Studie der österreichischen Bürgerrechtsorganisation Epicenter Works, die über vier Monate hinweg sämtliche Zero-Rating-Angebote in Europa untersucht haben. Zu den bekanntesten einschlägigen Offerten hierzulande zählen StreamOn von der Deutschen Telekom und Vodafone Pass, die beide rechtlich umkämpft sind.

Das Studienteam kämpfte sich für die Analyse durch die Webseiten von 225 Mobilfunkanbietern und identifizierte dabei 186 Zero-Rating-Angebote, die sie alle als Verstöße gegen die Netzneutralität werteten. Tatsächlich muss ein Kunde zusätzliches Datenvolumen erwerben, wenn er einen Dienst nutzen will, der nicht zu dem freigeschalteten Bündel gehört. Das kann etwa der Messenger Signal sein, während WhatsApp meist inklusive ist. Services, die außen vor bleiben, werden also diskriminiert. Generell geht Zero Rating zu Lasten sonstiger Diensteanbieter und schränkt so die freie Auswahl und den Wettbewerb ein.

Bildcredit: pixabay