Der Reingewinn des Marktführers ist 2018 um fast 30 Prozent gefallen. Die Steuern vervielfachten sich.
Telekom Austria gehen Verlustvorträge aus
Telekom Austria gehen Verlustvorträge aus

 

Der Reingewinn des Marktführers ist 2018 um fast 30 Prozent gefallen. Die Steuern vervielfachten sich.

 

Auf den ersten Blick sieht der Jahresumsatz für 2018 vielversprechend aus. Er konnte um 1,8 Prozent gesteigert werden und liegt nun bei 4,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind aber Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), Betriebsgewinn und Nettogewinn gefallen. Das EBITDA wurde durch Golden Handshakes für Beamte ins Minus gedrückt, während der Betriebsgewinn unter der Abschreibung von Markenwerten litt.

 

Die Telekom Austria hat 2017 beschlossen, die Hauptmarken in allen Ländern auf "A1" zu vereinheitlichen. Der Nettogewinn wurde zusätzlich dadurch belastet, dass der Konzern seine Verlustvorträge aus früheren Jahren aufgebraucht hat. Mussten im Finanzjahr nur drei Millionen Euro Ertragsteuern abgeführt werden, waren es 2018 99,7 Millionen Euro. Somit ergibt sich ein EBITDA (ohne Finanzergebnis) von 1,4 Milliarden Euro (-1,6 Prozent), ein Betriebsgewinn von 424 Millionen (-4,5 Prozent) und ein Nettogewinn von 243 Millionen (-29,7 Prozent). Seit Anfang 2018 rechnet die Telekom Austria nicht mehr nach Buchhaltungsstandard IAS 18 sondern nach IFRS 15. Das führt zu geringfügigen Unschärfen im Jahresvergleich, die aber an den Trends nicht rütteln. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Konzernabschluss 2018 hervor.

 

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