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Netflix und Co verstoßen angeblich gegen DSGVO

 

Strukturelle DSGVO-Verstöße bei Netflix, Spotify, Amazon & Co

 

Laut Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) haben alle Nutzer ein Recht auf Auskunft. Sie können also bei Web-Diensten die Herausgabe der Rohdaten verlangen, die über sie gespeichert wurden. In der Realität funktioniert die Datenherausgabe jedoch nicht perfekt: Die NGO Noyb bemängelt, dass keiner von acht getesteten Online-Streaming-Diensten dem Antrag vollständig nachkam. Untersucht hat sie Amazon Prime, Apple Music, DAZN, Filmmit, Netflix, SoundCloud, Spotify und YouTube.

Alle großen Anbieter verstießen "strukturell" gegen das Gesetz,kritisiert Max Schrems, Aktivist und Noyb-Geschäftsführer ("None of your business"). Deshalb hat die NGO am heutigen Freitag insgesamt zehn Beschwerden gegen acht Unternehmen bei der zuständigen österreichischen Datenschutzbehörde eingebracht. Die theoretische Höchststrafe für alle Beschwerden liegt laut Noyb bei insgesamt bis zu 18,8 Milliarden Euro. Die DSGVO sieht als Strafen 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Umsatzes vor. Eine Menge Geld also, selbst für ein Schwergewicht wie Netflix.

Bildcredit: pixabay