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Claas Relotius gab Manipulationen zu

 

Am 19. Dezember 2018 wurde von „Spiegel Online“ bekannt gegeben, dass der „Spiegel“-Reporter Claas Relotius ein umfassendes Geständnis abgelegt hat: Er hat zugegeben, in mehreren Artikeln „Geschichten erfunden oder verzerrt zu haben“. Relotius schrieb seit 2011 etwa 60 Artikel für dieses Wochenmagazin. Er war zunächst freier Mitarbeiter, seit eineinhalb Jahren aber fix angestellt.

Seine Methode laut „Spiegel“-Redaktion: „Er hat beispielsweise viele der Protagonisten nie getroffen oder gesprochen, von denen er erzählt oder die er zitiert. Stattdessen stützten sich seine Schilderungen seinen Angaben zufolge unter anderem auf andere Medien und Filmaufnahmen. So entstanden Charaktercollagen real existierender Figuren, denen Relotius zusätzlich eine fiktive Biografie andichtete. Außerdem erfand er Dialoge und Zitate.“ Mindestens 14 Geschichten sollen betroffen sein.

Da der Journalist auch für andere Zeitungen wie „Cicero“, „Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“, die „taz“ oder die „Welt“ schrieb, kann sich dieser Betrugsfall auf andere Magazine ausdehnen. Der „Spiegel“ hat sich gleich bei den Lesern für den Vorfall entschuldigt.

Bildcredit: imago/chromorange