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Nach Gerichtsurteil stehen Ex-Verlagschef 250.000 Euro zu

 

Der frühere Geschäftsführer des Krone-Verlags Wolfgang Altermann (76) hatte nach seiner Pensionierung 500.000 Euro eingeklagt, wie der Standard berichtet. Er hat dies mit einer Klausel in seinem Dienstvertrag begründet: Im Falle seines Abgangs sei eine einjährige Auszeit ausgemacht gewesen, für die ihm ein Jahresgehalt zustehe. Diese wurde aber nicht bezahlt, obwohl der Verlag von seinem Recht, auf die Sperrzeit zu verzichten, nicht Gebrauch gemacht hat.

Im jetzt bekanntgewordenen Gerichtsurteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien wird Altermann die Hälfte seiner Forderung zugesprochen. Denn der Krone-Verlag hätte den Verzicht auf die Konkurrenzklausel erklären müssen, Altermann habe niemanden über seine Absichten getäuscht. Die weiteren 250.000 Euro stehen ihm laut Spruch der Richterin nicht zu, weil da der verspätete Verzicht des Verlags zum Tragen kommt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, also eine Berufung dagegen ist möglich. Der Verlag hat argumentiert, dass Altermann gleich in Pension und daher die Konkurrenzklausel nicht schlagend geworden sei. Außerdem gibt es noch eine Gegenforderung: Altermann soll um 298.000 Euro zu viel Urlaubsentschädigung kassiert haben. Dies wird von ihm strikt zurückgewiesen. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit noch weiter gestritten.

Bildcredit: Pixabay