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Pulitzer-Preisträger 2019 bekannt gegeben

Die Auszeichnung wurde in insgesamt 21 Kategorien verliehen.

Am 15. April 2019 hat die Jury die Pulitzer-Preisträger des Jahres 2019 bekanntgegeben: In den 14 für journalistische Arbeiten vorgesehenen Kategorien wurden unter anderem die "Washington Post" und die "Los Angeles Times" ausgezeichnet. Drei Reporter der "New York Times" gewannen einen Pulitzer für eine 18 Monate lange Recherche zu den Finanzen von US-Präsident Donald Trump. Das "Wall Street Journal" holte sich einen Preis für Enthüllungen, dass Trump im Vorfeld der US-Wahl im Jahr 2016 Schweigegeld an zwei Frauen zahlen ließ. Die "Pittsburgh Post-Gazette" gewann für ihre Berichterstattung über das Attentat auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten im vergangenen Oktober.Nachrichtenjournalisten der Agentur Reuters erhielten gleich zwei Pulitzer-Preise in der Kategorie „Auslandsberichterstattung“ für die journalistische Aufarbeitung des Bürgerkrieges in Jemen.

Weitere Gewinner

Die Zeitung "Sun-Sentinel" aus dem US-Bundesstaat Florida hat den Pulitzerpreis für ihre Berichterstattung nach dem Massaker an einer High School gewonnen. Das Blatt habe Versagen an Schulen und bei Strafverfolgern vor und nach der Bluttat im Februar 2018 in Parkland aufgedeckt, sagte Dana Canedy im Auftrag der Jury bei der Verkündung der Pulitzer-Preisträger am 15. April. An der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland hatte im Februar 2018 ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen.

In einer der weiteren insgesamt 21 Kategorien wurde mit einem Sonderpreis die im August 2018 verstorbene Soulsängerin Aretha Franklin posthum ausgezeichnet. Sie habe "unauslöschliche Beiträge zur amerikanischen Musik und Kultur" geleistet, hieß es am 15. April seitens der Jury. Franklin ("Respect") war eine der erfolgreichsten Soulängerinnen ihrer Generation.

Die kanadische Musikerin Ellen Reid gewann einen Pulitzer-Preis für ihre Oper "Prism", die sich mit Folgen sexuellen und emotionalen Missbrauchs befasst. Neben ihrer Karriere mit der Band Crash Test Dummies ist Reid zunehmend als Solokünstlerin aktiv.

In den Kategorien Literatur, Biografie und Poesie wurden Richard Powers für "Die Wurzeln des Lebens", Jeffrey Stewart für "The New Negro" über den New Yorker Philosophen Alain Locke und Forrest Gander für seine Elegien-Sammlung "Be With" ausgezeichnet.

Die seit 1917 vergebenen Pulitzer-Preise sind nach ihrem Stifter, dem in Ungarn geborenen amerikanischen Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911) benannt.

(APA/red/TL)

Bildcredit: pulitzer.org