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Das Geschäft sei langfristig nicht mehr rentabel.

 

Nur noch etwa fünf Prozent der klassischen Zeitungen und Zeitschriften werden direkt im Geschäft gekauft. Das spürt auch Vertriebsgigant Morawa und stellt sein Tochterunternehmen Morawa-Pressevertrieb mit Jahresende 2018 ein.

Begründet wird der Schritt mit stark rückläufigen Verkäufen von Zeitungen und Magazinen im Einzelhandel, welche der immer weiter wachsenden Digitalisierung geschuldet sind."Vor allem bei den Tageszeitungen ist der Rückgang besonders bemerkenswert. Gleichzeitig verursachen die Nachrichtenblätter den höchsten logistischen Aufwand bei der Verteilung an die Presseeinzelhändler", wie das Unternehmen mitteilte.

„Die Kosten, die der Vertrieb an Händler verursacht, sind längerfristig nicht durch die Verkaufserträge gedeckt“, ergänzt Morawa-Geschäftsführer Emmerich Selch. Abonnenten eines Print-Produktes, sind von der Einstellung des Vertriebs nicht betroffen, da diese mit der Post versendet werden.

Laut Aufzeichnungen von Morawa ging der Absatz im Jahr 2016 um 8,8 Prozent zurück. Im ersten Halbjahr 2017 um weitere 9,1 Prozent. Der bisher größte Hauptkonkurrent, PGV Austria aus Anif bei Salzburg, möchte den Vertrieb von Morawa schnellstmöglich übernehmen. Es wird bereits mit unterschiedlichen Verlagen über ein neues Zustellungssystem verhandelt.

Bildcredit: pixabay