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„Krone“ wappnet sich für Kampf

Nach dem Signa-Einstieg sieht Herausgeber Christoph Dichand die Unabhängigkeit bedroht.

Aus der „Kronen Zeitung“ schallen kampfbereite Töne in eigener Sache. „Unsere Unabhängigkeit“ wird am Freitag, dem 15. März 2019, in einem Kommentar beschworen: „Wir verteidigen ein Erbe“, heißt es in dem Text, der mit „Aurelius“ gezeichnet ist - einst ein Pseudonym von „Krone“-Gründer Hans Dichand. Als Hintergrund liegt der Einstieg von Investor Rene Benko bei der Krone via Hälfteeigner Funke auf der Hand.

Zwischen Funke und Dichand-Familie, die bis letztes Jahr je 50 Prozent an der größten Boulevardzeitung Österreichs hielten, kriselt es seit langem. Ende des Jahres stieg dann Benkos Signa Holding bei Funkes Beteiligungsfirma ein und hält nun ein knappes Viertel an der „Kronen Zeitung“. Medienberichten zufolge war das nicht das Ende der Fahnenstange, die Verträge sollen eine Komplettübernahme vorsehen. Ein Knackpunkt soll laut „Standard“ der garantierte Vorabgewinn für die Dichands sein. Dieser langjährige Streitpunkt sei, so schreibt die Zeitung am Freitag, ab Ende März wieder Gegenstand eines neu eingerichteten Schweizer Schiedsgerichts.

„Aurelius“, davon gehen Beobachter aus, wurde jedenfalls mittlerweile von Christoph Dichand, Herausgeber und Chefredakteur der Kronen Zeitung, übernommen. In bald 60 Jahren hätten immer wieder verschiedene Kräfte versucht, Einfluss auf die Richtung der Redaktion zu nehmen. Der 2010 verstorbene Hans Dichand habe die Zeitung vor 60 Jahren mit viel Herzblut gegründet. „Wir bewahren sein Erbe, wir verteidigen ein Erbe, das ein wichtiger Teil der Geschichte der Zweiten Republik ist“, so Christoph Dichand.

APA/Red

Bildcredit: Pixabay