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© facebook

Zuckerberg verspricht mehr Datenschutz

Facebook nimmt den Schutz der Privatsphäre seiner User auf die Agenda.

Wieder einmal soll alles viel sicherer und besser und ein bisschen so wie früher werden, als Facebook noch ein simples aber effektives Tool war, um sich mit Freunden auf aller Welt zu vernetzen. Am Beginn des Hypes stand die Welt Kopf zumal das ganze keinen Cent kostete. Das tut es für Privatuser auch heute nicht, aber mittlerweile wissen alle, was der Preis ist, den es zu bezahlen gilt: Die Weitergabe unserer Daten und Gewohnheitsmuster an beinahe jeden, der bereit ist, dafür zu zahlen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat am Mittwoch angekündigt, das Online-Netzwerk stärker auf den Schutz der Privatsphäre auszurichten. 

Das weltgrößte Online-Netzwerk war insbesondere nach dem Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica scharf für den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert worden. "Ich verstehe, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte", räumte Zuckerberg ein. Das Online-Netzwerk habe nicht den Ruf, auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Dienste zu entwickeln.

Die Ankündigung von Mittwoch bedeutet wohl ein Umdenken im Vergleich zu Zuckerbergs Einstellung in den frühen Jahren von Facebook. "Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt", schrieb Zuckerberg.

Damals hatte er noch erklärt, der Trend gehe dazu, dass Menschen immer mehr über sich öffentlich machen. Facebook war wiederholt in Konflikte mit Datenschützern und Aufsichtsbehörden geraten, als der Konzern die Grenzen bei der Öffnung der Privatsphäre austestete.

Jetzt kündigte Zuckerberg an, mehr Angebote des Konzerns würden eine Komplett-Verschlüsselung nach dem Vorbild von WhatsApp bekommen. Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte einer Unterhaltung nur von Absender und Empfänger eingesehen werden. Weitere Dienste wie Videochats, E-Commerce-Angebote, Bezahl-Services sollen auf dieser abgesicherten Basis aufbauen, erklärte er.

(APA/red)