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Der Haussegen bei ProSiebenSat.1 hängt derzeit schief

 

ProSiebenSat.1 hat in den letzten Tagen mit allerlei Problemen an der Börse zu kämpfen

 

Turbulente Zeiten bei ProSiebenSat.1: Mit der Präsentation der Geschäftszahlen für 2017 verabschiedete sich Thomas Ebeling als Vorstandsvorsitzender, wenige Tage zuvor wurde mit Max Conze sein Nachfolger vorgestellt, dann flog der Medienkonzern auch noch aus dem deutschen Leitindex DAX, der die Entwicklung der größten deutschen Aktiengesellschaften abbildet.

 

Kurs taumelt

Damit nicht genug, sausten die Aktienkurse der Gruppe noch weiter nach unten, als das Analysehaus Viceroy Research Group am Dienstag eine 37-seitige Beurteilung von ProSiebenSat.1 veröffentlichte. Viceroy nennt den Konzern ein „Kartenhaus“ und kritisiert seine Bilanzierungspraktiken. Brisant sind nicht nur diese Vorwürfe, sondern auch, dass Viceroy im Vorfeld der Veröffentlichung auf fallende Kurse von ProSiebenSat.1 gewettet hat. Das gab Viceroy-Gründer Fraser Perring gegenüber den Medien sogar zu. Als die ProSieben-Aktie also binnen Minuten nach Bekanntwerden der Vorwürfe um bis zu acht Prozent fiel, verdiente sich Viceroy damit eine goldene Nase.

Viceroy kritisierte insbesondere die Praxis, jungen Unternehmen kostenlose Werbe-Slots einzuräumen und sich im Gegenzug an ihnen zu beteiligen. Das würde den Gewinn laut Viceroy um mehr als 200 Millionen Euro aufblähen. P7S1 verteidigt dieses Geschäftsmodell und droht dem Analysehaus im Gegenzug mit Klagen, weil es sich bei der Studie um eine „falsche und irreführende Darstellung“ handle.

 

Andere Front

In Österreich gibt es hingegen Positives für ProSiebenSat.1Puls4 zu berichten. Im März soll gemeinsam mit den Österreichischen Lotterien als First Mover eine dynamische Switch-In Kampagne umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine innovative Werbeform im Bereich Adressable TV, wo das eingesetzte Werbemittel Switch-In XXL direkt mit der Datenschnittstelle des Kunden kommuniziert.

Umgesetzt wurden die dynamischen Werbemittel von der Kreativ-Agentur cynapsis interactive. ProSiebenSat.1Puls4 dazu: „Der Switch-In XXL, der auf Basis der Zielgruppenselektion beim entsprechenden Senderwechsel über das laufende Programm ausgespielt wird, garantiert hundertprozentige Sichtbarkeit, da sich der Zuseher beim Umschaltvorgang immer im aufmerksamen Lean-Forward-Modus befindet. Die Ausspielung aller AddressableTV-Werbemittel wird vom Adserver gesteuert. Dadurch entsteht ein perfekter Synergieeffekt zwischen TV (Reichweite) und Online (Flexibilität).“

Bildcredit: ProSiebenSat.1