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Iranische Abgeordnete im Visier des Wächterrates

 

Die Nutzung des Kurznachrichtendienstes Twitter könnte demnächst die Abgeordneten im Iran den Job kosten. Das gab der Sprecher des sogenannten Wächterrats nach Angaben des Nachrichtenportals Khabar-On-Line bekannt. "Der Wächterrat wird auf alles, was die ideologische Qualifikation der Kandidaten verzerren könnte, reagieren", fügte Sprecher Abbas Ali Kadchodasadeh mit Blick auf die vielen Abgeordneten hinzu, die den im Iran illegalen Dienst nutzen.

Im Iran sind zwar unzählige Websites gesperrt, aber das Twitter-Verbot zählt zu den absurdesten Gesetzen im Gottesstaat. Über kostenlose Datentunnel wird der Dienst nicht nur von Millionen Iranern genutzt. Auch alle iranischen Medien und sogar hochrangige Offizielle wie Präsident Hassan Ruhani sind auf Twitter. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nutzt Twitter sogar für Reaktionen auf weltpolitische Entwicklungen.

Bildcredit: Pixabay