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Sperre für russischen TV-Sender RT

Russland empört sich über das Abschalten seiner Facebook-Seite „In the Now“.

Facebook sperrte am 18. Februar 2019 die russische Facebook-Seite „In the Now“, „ohne die Anschuldigungen darzulegen“. Die Seite gehört zum russischen Fernsehsender RT, und wird laut CNN vom russischen Staat finanziert. Allerdings wird dies auf der englischsprachigen Seite nirgendwo erwähnt. Sie soll laut RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan vier Millionen Abonnenten und 2,5 Milliarden Aufrufe haben. Während Facebook die Sperre mit fehlenden Angaben zur Herkunft der Inhalte begründet, fordert der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow „eine Erklärung hinsichtlich der genauen Gründe“ für das Vorgehen. Er meint, dass das Soziale Netzwerk ein „Druckmittel“ für Washington sei.

Das von der EU finanzierte Projekt „EU versus Disinfo“ („EU gegen Fehlinformation“) erklärte, „In the Now“ sei für ein junges Publikum erschaffen worden, das mit den politischen Berichten von RT nichts anfangen kann. Videos über die Säuberung der Ozeane und wachsenden Atheismus hätten einen „hohen emotionalen und Unterhaltungswert“ und dienten als „Köder“, um die Verbindungen des Projekts mit Russland zu „tarnen“, hieß es.

Facebook löschte im vergangenen Monat nach eigenen Angaben mehr als 500 aus Russland stammende Seiten. Die meisten von ihnen wiesen Verbindungen zu Mitarbeitern der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik auf.

Bildcredit: Pixabay