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Überwachungssoftware wurde gegen türkische Opposition eingesetzt

 

Die Überwachungssoftware FinSpy des deutschen Anbieters FinFisher wurde jüngst unter anderem gegen die Opposition in der Türkei eingesetzt. Das geht aus einer Analyse der Bürgerrechtsorganisation Access Now hervor. Demnach wurde im vergangenen Frühjahr über Twitter Links zu einer Seite verbreitet, auf der eine getarnte Variante der Software zum Download stand. Die zugehörigen Tweets waren an Unterstützer der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) gerichtet.

Wer die Software auf einem fremden Smartphone installiert, hat demnach einen umfassenden Zugriff. So können damit etwa Telefon- und Videotelefonanrufe aufgezeichnet, Dateien abgegriffen und der Bildschirm fotografiert werden. Der Standort könne auch überwacht, genauso wie heimlich das Mikro aktiviert und versteckte Telefonanrufe eingeleitet werden.

In Deutschland könnte die Enthüllung ein politisches Nachspiel haben. Es müsse dringend geklärt werden, ob die Software mit oder ohne Wissen der Bundesregierung in die Türkei geliefert wurde, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Konstantin von Notz.

Bildcredit: Pixabay