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Unter 30-Jährige kehren linearem Fernsehen den Rücken

 

Laut einer Studie, die die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) zwischen April und Juni 2018 durchgeführt hat, wird von den unter 30-Jährigen weniger linear ferngesehen. Während die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen mit einem Anteil von 49,7 Prozent  und die 45- bis 59-Jährigen sogar mit 61,9 Prozent in traditioneller Weise den Bildschirm betrachten, machen das nur mehr 38,2 Prozent der 16- bis 29-Jährigen. Letztere nutzen vermehrt Videoangebote und Streamingdienste. Laut den Studienautoren wird sich der Prozess hin zu mehr Video-on-Demand-Angeboten (VoD) in den nächsten Jahren beschleunigen. Denn nach Angaben dieser Rezipientengruppe bietet dieses Format vor allem höhere Mobilität und zeitliche Unabhängigkeit.

Allerdings werden gewisse Fernsehformate bei jüngeren Personen nach wie vor sehr geschätzt: Vor allem Live-Events wie Sportereignisse oder Shows oder auch Nachrichtensendungen werden gerne konsumiert. 47,7 Prozent der unter 30-Jährigen liest oder hört laut der Umfrage sogar täglich Informationen.

Die Studie wurde anlässlich der RTR-Medienkonferenz am 5. Dezember 2018 im Wiener MuseumsQuartier präsentiert. Medienminister Gernot Blümel sagte dazu: „Unsere Jugend ist an aktuellen Ereignissen und Nachrichten viel interessierter und gegenüber Inhalten aus sozialen Medien deutlich kritischer, als vielfach angenommen wird. Klassische Informationsmedien haben für die jungen Menschen dabei noch immer einen hohen Referenzwert. Demokratiepolitisch betrachtet stimmt das sehr optimistisch.“

Bildcredit: Pixabay