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Aktuellen Rangliste der Pressefreiheit: Österreich bleibt auf Platz 11

 

Medienfeindliche Hetze und Monopolisierung der Presse haben dafür gesorgt, dass besonders europäische Staaten in der neuen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG) abgerutscht sind. Aber auch die USA sind vergangenes Jahr unrühmlich aufgefallen.

In keiner Region hat sich die Situation der Presse im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Vielerorts in Europa entstehe "ein feindseliges, vergiftetes Klima, das oft den Boden für Gewalt gegen Medienschaffende oder für staatliche Repression bereitet". Die öffentliche Debatte und Kritik sind für Demokratien essenziell. Wenn also gegen die Presse polemisiert oder gehetzt und die Glaubwürdigkeit der Medien pauschal bezweifelt werde, zerstöre das eine Grundlage der Demokratie, warnt ROG.

 

Lage in Österreich

„Attacken nicht nur gegen Medien an sich, sondern gegen einzelne Journalistinnen und Journalisten persönlich haben zugenommen. Eine sorgenvolle Entwicklung, gerade in Zusammenhang mit dem Vormarsch autoritärer Figuren in Österreich und seinen Nachbarländern“, bilanziert Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen. Das habe sich auf das verschlechterte Ergebnis ausgewirkt.

„Dieses Vorgehen dient, genauso wie wiederholte Drohungen von Einsparungen und Entlassungen im öffentlichen Rundfunk, der Einschüchterung von Journalisten. Ein Vorgehen, das einer Demokratie nicht angemessen ist“, so Möhring weiter. Die Präsidentin von ROG vermutet außerdem, dass sich der zunehmende Druck – etwa durch finanzielle Unsicherheit und damit die Unabhängigkeit des ORF – auf Journalisten und die Rangliste im Jahr 2019 weiter auswirken wird.

 

Europa weiter voran

Auf Platz 1 und 2 liegen wie bereits im Vorjahr Norwegen und Schweden. Die Niederlande haben sich um zwei Plätze verbessert und es auf Rang 3 geschafft. Als einzige nicht-europäische Länder unter den Top 10 gelandet sind: Jamaica (Platz 6), Neuseeland (Platz 8) und Costa Rica (Platz 10).

Bildcredit: Reporter ohne Grenzen