Skip to content. | Skip to navigation

 

Die Pressestellen der deutschen Polizei hätten sich zu Medien entwickelt, befindet der deutsche Presserat.

 

In Deutschland informieren Polizeibeamte über aktuelle Fälle und Gefahren. Zusätzlich stehen sie auf sozialen Plattformen als Ansprechpartner zur Verfügung.

 „Früher hatte die Polizei-Pressestelle die Rolle eines Zulieferers für die klassischen Medien und die Medien haben in eigener Verantwortung, nach eigenen Kriterien die Auswahl der von den Behörden zur Verfügung gestellten Informationen getroffen“, sagte Manfred Protze, Sprecher des deutschen Presserats, in seiner Stellungnahme. Damit würden sie quasi ein objektives Wettbewerbsverhältnis schaffen. 

Anlass der jüngsten Äußerungen des Presserats ist die im März 2017 neu gefasste und mit Leitsätzen ergänzte Presserichtlinie zur Nennung von Nationalitäten und Gruppenzugehörigkeiten. Seitdem gilt, dass diese nur genannt werden dürfen, wenn ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt. Diese Regelung gilt für die Polizei nicht. 

In Deutschland gibt es derzeit mehr als 300 offizielle Polizeikanäle in den sozialen Medien, schätzt beispielsweise der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger gegenüber Netzpolitik.org. Ein Beispiel: Auf Twitter folgen der Münchener Polizei folgen sogar 457.000 Menschenberichtet meedia.de.

Bildcredit: Pixabay