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Einsparungen von fünf Millionen Euro geplant

 

Der ORF-Stiftungsrat hat in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten den Finanzplan 2019 mit großer Mehrheit abgesegnet. Von den 35 Stiftungsräten haben nur die fünf vom Betriebsrat entsandten Mitglieder das Budget abgelehnt. Es wird ein ursprünglich erst für 2020 geplantes Reformprojekt vorgezogen, sodass bereits 2019 fünf Millionen Euro eingespart werden können. Dabei geht es um „ein neues Ressourcenmanagement“, wie es Generaldirektor Alexander Wrabetz nannte. Es sollen die Ressourcen besser eingesetzt, und dadurch rascher Einsparungen erzielt werden. Im Konkreten wird die Disposition der ORF-Technik zentralisiert: Das bedeutet, dass eine zentrale Stelle Kameraleute, Cutter, aber auch Masken- und Kostümbildner an die jeweiligen Redaktionen vermittelt. Das soll jetzt in zwei Abteilungen ausprobiert werden. Wrabetz betonte dabei: „Das heißt nicht, dass kaufmännische Abteilungen Programmentscheidungen treffen.“

Weitere Einsparungen sollen jedoch nicht durch ein zusätzliches Handshake-Programm gewährleistet werden, sondern durch das Nichtnachbesetzen von Stellen. So werden 2019 um 25 Vollzeitäquivalente weniger beschäftigt sein. Allerdings muss der ORF bis 2021 noch 140 Mitarbeiter abbauen. Denn bis 2022 muss der öffentliche Sender 300 Millionen Euro einsparen. Das war die Bedingung für die Bewilligung der Gebührenerhöhung 2017. Gegenüber Journalisten meinte Wrabetz auch, dass eventuell auch Führungspositionen nicht eins zu eins nachbesetzt werden.

Außerdem wurden bei der Sitzung die Gehälter der Mitarbeiter für das kommende Jahr festgesetzt: Angestellte nach dem neuen Kollektivvertrag (2003 und 2014) bekommen zwei Prozent mehr, jene im alten Kollektivvertrag (1996) und die mit freier Betriebsvereinbarung ein Prozent. Der Lohnabschluss gilt für die nächsten beiden Jahre. Denn nächstes Jahr wird nur die Inflation abgegolten (nach dem neuen System), und die halbe Inflation nach dem alten System. Weiters soll im Jahr 2019 ein Übertrittsvertrag verhandelt werden, um die teuren Altverträge in ein neues Gehaltsschema überzuführen.

Bildcredit: ORF