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© unsplash/castillo

Online-Werbung soll nicht steuerfrei bleiben

Expertenrunde diskutiert eine Digitalsteuer auf die Umsätze im Internet-Bereich.

Dienstagnachmittag gab Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) in seinem Ministerium den Startschuss zu einem Expertenhearing zum Digitalpaket. Bis Anfang April sollen die Fachleute Vorschläge für die Umsetzung erarbeiten, sagte er vor Beginn der Gespräche. Unter den Experten finden sich Vertreter des Ministeriums, des Kanzleramtes, vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), dem Verband Österreichischer Privatsender (VÖP), dem ORF, der Internetoffensive Österreich und des Interactive Advertising Bureau Austria (IAB).

Online-Werbeumsätze

Löger rechnet mit rund 200 Mio. Euro Aufkommen durch die neue Digitalsteuer. Den größten Teil davon erwartet er sich durch die Ausdehnung der Einfuhrumsatzsteuer im Online-Handel, weitere Einnahmen durch Online-Vermittlungsplattformen wie AirBnB und die erstmalige Besteuerung von Online-Werbeumsätzen.

Für den Bereich der Online-Werbung gehe es um eine vernünftige Balance und Fairness gegenüber der herkömmlichen Werbung. Letztere ist mit 5 Prozent Abgabe belegt, die Online-Werbung dagegen komme steuerfrei davon, so der Minister. Die Expertenrunde diskutiere hier eine Digitalsteuer auf die Umsätze im Bereich der Online-Werbung. Und außerdem, so Löger, wolle man die Vermittlungsplattformen bei Informationen in die Pflicht nehmen, inklusive Haftungen. Im Gespräch ist ja eine Meldeverpflichtung.

 

APA/red/kr - 21.3.2019