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Donald Trumps Wahlkampf hat gezeigt, wie gut Negativ-Werbung funktioniert

 

US-Forscher haben untersucht, wie effektiv politische Negativ-Werbung ist

 

Der Eindruck, den man bei den letzten Wahlkämpfen gewinnen konnte, wurde von einer US-Studie bestätigt: Negative Werbung in der Politik funktioniert. Zu dem Ergebnis kamen Forscher der University of British Columbia in Zusammenarbeit mit Kollegen der Georgetown University und der Emory University in Atlanta. Besonders gut funktioniert das Anpatzen, wenn es direkt vom Kandidaten kommt – dann ist sie laut Studie doppelt so effektiv. „Unsere Analyse umfasste einen Datensatz der Senatswahlen 2010 und 2012, Brutto-Bewertungspunkte für jede Anzeige (GRP), jedes Anzeigen-Sponsorship, demografische Informationen und Stimmen auf Kreisebene“, erklärt Studien-Co-Autor Yanwen Wang.

„Wenn es um die Mobilisierung von Wählern geht, stellten wir fest, dass negative Werbegrafiken von Kandidaten einen signifikanten Effekt auf die Wahlbeteiligung haben, aber negative Werbung von politischen Aktionskomitees bei der Mobilisierung von Wahlbeteiligungen ineffektiv sind“, heißt es weiter in der Studie.

Bei der Messung der Effektivität der Anzeigen kam heraus, dass negative politische Werbung einen signifikanten Effekt auf Stimmenanteile hat. Positive politische Werbung wurde hingegen für ineffektiv befunden. Am besten funktioniert laut den Forschern Werbung, bei der sich der werbenden Kandidat persönlich mit dem politischen Gegner vergleicht und dabei eine Schwäche des Gegners aggressiv herabwürdigt oder kritisiert.

Bildcredit: Pixabay