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Neue EU-Richtlinie für Video-on-Demand-Anbieter

 

Nach einer am 2. Oktober 2018 im EU-Parlament verabschiedeten Richtlinie wird den Videoanbietern wie Netflix vorgeschrieben, dass in ihren Katalogen mindestens 30 Prozent an europäischen Filmproduktionen aufscheinen müssen. Dies diene der Förderung der europäischen Kultur. Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten können auch eine Beteiligung an der Filmförderung von Ihnen verlangen.

Weiters enthält der Entwurf strengere Vorschriften zum Schutz der Jugendlichen vor schädlichen Inhalten. Diese bestehen in gewaltverherrlichenden, hasserfüllten oder pornographischen Darstellungen. Neben den Videoanbietern sollen auch Plattformen wie Youtube oder Facebook einen „transparenten und nutzerfreundlichen Mechanismus“ schaffen, damit Zuschauer bzw. User Missbräuche melden können. Durch die EU-Richtlinie werden sie dazu verpflichtet, derartige Inhalte sofort zu löschen. Automatische Upload-Filter müssen sie jedoch nicht einbauen.

Die Werbezeiten werden denen des herkömmlichen Fernsehens angepasst. So dürfen in Zukunft auch Video-on-Demand-Anbieter nur 20 Prozent der Sendezeit zwischen 6 Uhr und 18 Uhr (bzw. zwischen 18 Uhr und Mitternacht) mit Werbung füllen.

Der Text muss nach der formellen Zustimmung des EU-Rates – diese sollte in Kürze erfolgen – innerhalb von 21 Monaten von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgewandelt werden.

Bildcredit: Pixabay