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Neuer Telemedien-Staatsvertrag für Rundfunk

 

Lange wurde zwischen deutschen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern gestritten, nun gibt es eine Lösung: Der neue Telemedien-Staatsvertrag wurde am Donnerstag den 14.6.2018 von Ministerpräsidenten in Berlin beschlossen. Er sieht vor, dass ARD und ZDF den Schwerpunkt ihres Online-Auftrittes in Zukunft auf Bewegtbild und Ton legen sollen, um sich klarer von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen zu unterscheiden.

Die Verleger hatten wiederholt ein zu umfangreiches und wettbewerbsverzerrendes Textangebot auf den Webseiten der beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender angeprangert. In Zweifelsfällen soll in Zukunft eine gemeinsame Schlichtungsstelle der Rundfunkanstalten und Verlage entscheiden, hieß es.

Ebenfalls beschlossen wurde die Abschaffung der Sieben-Tage-Regel, die dem ZDF und ARD schon seit Langem ein Dorn im Auge war. Zuschauern ist es nun möglich Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen länger abzurufen, unabhängig vom Ausstrahlungszeitpunkt.

„Es war mir ein großes Anliegen, einen Weg zu finden, der den öffentlich-rechtlichen Sendern eine Weiterentwicklung in ihrem digitalen Angebot garantiert und die Interessen der anderen Marktteilnehmer – etwa der Verlage – berücksichtigt“, äußert sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD.

 

Bildcredit: Pixabay