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"Österreich" zu 12.500 Euro verurteilt

ORF-Moderator Rafreider wehrt sich gegen Online-Berichterstattung.

Anfang Oktober 2018 wurde der ORF-Moderator Roman Rafreider wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung von seiner ehemaligen Lebensgefährtin angezeigt. Die Ermittlungen wurden in der Zwischenzeit eingestellt. Am Donnerstag dem 14.Februar 2019 wurde die Mediengruppe Österreich aufgrund der „reißerischen Berichterstattung“ über das Ermittlungsverfahren - nicht rechtskräftig - zu 12.500 Euro Entschädigungszahlung verurteilt. Die, auf „oe24.at“, veröffentlichten Beiträge zeigten private SMS-Chat-Protokolle des Moderators und seiner Ex. Damit wurde laut Oliver Scherbaum, dem Anwalt des Moderators, dessen höchstpersönlicher Lebensbereich angegriffen. Daniel Bauer, der Rechtsvertreter der Mediengruppe Österreich, hat bereits Berufung angemeldet. Rafreider war nicht persönlich im Gericht anwesend. Man kann davon ausgehen, dass es zu der Veröffentlichung der privaten Nachrichten keine Zustimmung seinerseits gegeben hat, so Scherbaum. Bauer hielt der Entschädigungszahlung entgegen und verwies auf die von Rafreider bewusst gegebenen Interviews, über sein Privatleben, in anderen Medien. Diese Interviews, hielt Richter Stefan Romstorfer entgegen, haben zeitlich nach der Berichterstattung von „oe24.at“ stattgefunden und sind als Reaktion auf den Angriff seines Privatlebens zu verstehen.

DK

Bildcredit: ORF