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Christian Rau, Geschäftsführer Mastercard Österreich

Mastercard präsentiert erstes Soundlogo

Töne transportieren emotionale Informationen, die mit einer Marke verbunden werden können.

Bei einer Veranstaltung am 24. April 2019 wurde vom Mastercard-Österreich-Geschäftsführer Christian Rau das neue Soundlogo erstmals in Österreich präsentiert. Vorgestellt wurde die Markenbotschaft vorher bereits im Rahmen der diesjährigen Grammy-Verleihung in Los Angeles am 10. Februar. An dem Soundkonzept wurde zwei Jahre lang von Musik-Experten wie Mike Shinoda, dem Gründungsmitglied der Kultband „Linkin Park“, gearbeitet. Aus einem 30 Sekunden dauernden musikalischen Grundbaustein wurde eine drei Sekunden dauernde Kennmelodie extrahiert. Raja Rajamannar, Chief Marketing and Communications Officer Mastercard, sagt dazu: „Musik verleiht unserer Markenidentität eine kraftvolle neue Dimension und ist eine entscheidende Komponente, wie Menschen Mastercard heute und in Zukunft erkennen.“ Rau ergänzte bei dem Event: „Hier und auf der ganzen Welt soll Mastercard künftig mit einer Melodie in Verbindung gebracht werden - und zwar an allen Touchpoints, an denen die Karte zum Einsatz kommt. So ist auch auf der Tonspur sichergestellt, dass die Transaktion sicher über das Mastercardnetzwerk geht.“

(V.l.n.r.: Barbara Kastlunger (McDonald's), Christoph Klingler (CEO CTS Eventim Austria Gruppe), Moderator Markus Floth (MTV, ganz hinten), Christian Rau, Peter Legat ("Count Basic"-Mastermind), Zukunftsforscherin Christiana Varga und Philipp Bodzenta (Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich)

 

Vermittlung von Schlüsselemotionen

Hintergrund dieses Soundlogos ist, dass Mastercard seine Kunden enger mit der Karte verbinden möchte. Das Vertrauen in die Marke soll dadurch gestärkt werden. Denn mit Tönen, mit Musik, werden Emotionen bis zu unserem Herzen transportiert. Der Mensch kann mit seinem Hörsinn bis zu 400.000 Töne unterscheiden. Schon ein Baby erkennt seine Mutter an ihrer Stimme. Musik in Dur macht glücklich, in Moll traurig. Daher können sich Unternehmen zum Transport ihrer Marken Töne, die positive Emotionen generieren, zu Nutze machen. Wichtig ist, dass die gewählte Melodie ins Ohr geht.

In einer Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung meinte „Count Basic“-Mastermind Peter Legat: „Musik triggert direkt unsere Emotionen. Das weiß jeder Komponist und Sounddesigner und spielt natürlich mit selbigen. Klänge sind ein sinnliches Erlebnis. Sie schaffen Erinnerung. Für Markenbotschaften ist dabei wichtig: Umso mehr Reize geweckt werden, um so präsenter wird die Marke.“ Die Zukunftsforscherin Christiana Varga ergänzte: „In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung wollen Menschen wieder mehr mit ihren Sinnen fühlen und echte Resonanz spüren.“ So wecken laut Varga Unternehmen wie beispielsweise McDonald‘s oder Coca Cola Schlüsselemotionen, die man geschickt für die Werbung ausnützen kann. Christoph Klingler, CEO der „CTS Eventim Austria Gruppe“, fügte hinzu: „Medizinisch eingesetzt, können Tonfolgen Stresshormone ab- oder aufbauen. Je nachdem, was man damit verbindet. Das hat auch das Marketing erkannt. Mit etwas Pawlow gemischt ruft eine geschickt gemachte Tonfolge bei uns nun sogar Bilder sportiver Autos oder eleganter Handys ab.“ Auch Barbara Kastlunger von McDonald’s sieht das Hören von der strategischen Seite: „Gerade auf Märkten, auf denen wir jederzeit und von überall Produkte auswählen und konsumieren können, ist es für Marken entscheidend, der Zweidimensionalität zu entkommen. Und eine mehrdimensionale Markenpersönlichkeit aufzubauen, die den Konsumenten über mehrere Sinne erreicht, mit relevanten Emotionen verknüpft und abgespeichert wird und dadurch leichter wieder erkannt und aktiviert werden kann.“ Abschließend erklärte Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich, zu dem Thema: „Nüchtern betrachtet ist Coca-Cola nur ein Softdrink. Erst die Aufladung mit Emotionen, das Verbinden mit Musik, Geschichten, das Wecken von Erinnerungen macht Coca-Cola zur bekanntesten Marke der Welt.“

red/TL

Bildcredit: Alex Tuma