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Bundeskanzler Sebastian Kurz

 

Vorgehen der Türkei inakzeptabel

 

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich heute im Pressefoyer nach längerem Schweigen zur Inhaftierung des österreichischen Journalisten Max Zirngast zu Wort gemeldet. Er bezeichnete dabei das Vorgehen der Türkei als „inakzeptabel“. Er betonte, dass das Außenministerium gleich nach dem Bekanntwerden seiner Festnahme am 11. September 2018 den Kontakt mit den türkischen Behörden gesucht hat.

Wörtlich meint Kurz: „Ich habe eine klare Meinung, nämlich dass es in der Türkei viel zu viele Menschen gibt, die zu Unrecht inhaftiert sind.“ Aktuell sind derzeit neun Österreicher in türkischen Gefängnissen inhaftiert. Außer dem Steirer Zirngast sind es türkischstämmige bzw. kurdischstämmige österreichische Staatsbürger.

Kurz möchte mit Unterstützung der europäischen Partner auf unterschiedlichen Kanälen den Kontakt zur türkischen Justiz intensivieren. Er sagt: „Wir erwarten uns ein rechtsstaatliches Vorgehen, und das wäre meiner Meinung nach die sofortige Freilassung.“

Zirngast, der für verschiedene linke Zeitungen wie „Junge Welt“ schrieb, sitzt seit September in einem Gefängnis in Sincan bei Ankara. Am 18. Dezember 2018 wird der Journalist den diesjährigen Karl-Renner-Solidaritätspreis erhalten.

Bildcredit: parlament.gv.at