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Google droht erneut mit Rückzug von Google News aus Europa

 

Nach bestätigten Informationen will Google seinen Nachrichtenservice Google News in Europa abdrehen, wenn die geplante Linksteuer eingeführt wird. Bei der Linksteuer handelt es sich um eine Maßnahme ähnlich dem Leistungsschutzrecht. Es geht dabei vor allem um sogenannte „Snippets“. Darunter sind kurz angerissene, verlinkte Texte in Suchmaschinen oder Nachrichtenaggregatoren zu verstehen. Diese werden von den Verfechtern einer solchen Steuer als Diebstahl von Inhalten gesehen. Nur bei entsprechender Lizenzzahlung soll diese Praxis weiterhin möglich sein.

Google meint dazu, dass in diesem Fall Suchmaschinen-Firmen Lizenzverträge mit einzelnen Firmen abschließen müssten. Dies würde vor allem klickstarke Medien bevorzugen, und das Unternehmen dazu zwingen, Gewinner und Verlierer auszuwählen. In Spanien trat bereits 2014 ein derartiges Leistungsschutzrecht in Kraft. Google hat daraufhin dort seinen Nachrichtenservice eingestellt. Dies führte laut einer Studie der spanischen Verlegervereinigung aus dem Jahr 2017 zu einem Rückgang der Zugriffe auf lokale Nachrichtenseiten von 13 Prozent. Das entspreche einen Umsatzentgang von etwa neun Millionen Euro. In Deutschland, wo es diese Art von Abgabe ebenfalls gibt, hat der Rückzug von Google News dazu geführt, dass viele Online-Nachrichtenbetreiber Google News Gratislizenzen erteilte. Google sieht in dem Zusammenhang ihr Produkt als einen Service, der den Medien Zugriffe zutreibt und nicht als Plattform für Inhalte.

Die geplante Linksteuer würde auch andere Firmen wie Apple treffen, die eigene Nachrichtenaggregatoren betreiben.

Bildcredit: Pixabay