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Künstliche Intelligenz im Medienbereich im Vormarsch

 

Zunehmend erobert die Künstliche Intelligenz (KI) den Medienbereich. Bis dato ist es damit bereits möglich ein Telefongespräch zu führen, um einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren. Laut dem Digitalchef der Funke Mediengruppe Stephan Thurm gibt es bereits Erfahrungen im journalistischen Bereich damit: So hat im Sportjournalismus eine automatisierte Texterstellung gut funktioniert. „Es gibt einige Produkte, bei denen 50 Prozent der Texte von Robotern stammen“, sagt er. Die Berliner-Morgenpost versuchte es mit automatisch generierten Feinstaubberichten. Das hat nach Auskunft von Thurm weniger gut funktioniert. Er meint dazu, dass die Texte  hauptsächlich „Einheitsbrei“ seien, und die Tonalität sehr ähnlich sei – und das könnte den Medienmarken schaden“.

Die Zeitung „Der Standard“ arbeitet zwar nicht mit Textrobotern, aber mit Algorithmen. Laut Verlagsleiterin Gerlinde Hinterleitner ist so eine Software „ein Hilfsmittel, aber letztlich sollen Menschen entscheiden, wie weit sie gehen darf“. Daher kann in diesem Verlag die Redaktion jederzeit in die Algorithmen eingreifen.

Christine Wilfinger von Microsoft Österreich sagt zu der Problematik: „Mit Hilfe künstlicher Intelligenz könnten Journalisten wieder zu ihren Kernwertschöpfungstätigkeiten zurückkehren und kreativ sein.“ Sie erklärt weiters, dass Microsoft Österreich mit der Associated Press zusammenarbeitet, um standardisierte Börsenberichte zu erstellen. Für sie bedroht KI nicht Arbeitsplätze, sondern reduziert nur Arbeitsprozesse.

Bildcredit: Pixabay