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Eventim an Wiener Eventhalle interessiert  

Die oeticket-Mutter will sich beim Bau der geplanten Multifunktionshalle einbringen.

CTS Eventim hat ein Auge auf die geplante neue Wiener Eventhalle in Neu-Marx geworfen. "Wir sind in Gesprächen mit der Stadt", sagte der Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg im Gespräch mit der APA. "Es gibt in der Tat Überlegungen. Wir würden sehr gerne mitwirken an dem Neubau und Betrieb einer großen Veranstaltungshalle, die den heutigen Ansprüchen genügt. Wir würden das sehr unterstützen und uns sehr gerne dabei engagieren", sagte Schulenberg, der sich als Partner der Stadt Wien anbot. CTS Eventim betreibt bereits in mehreren Städten große Hallen, etwa in London, Berlin und neuerdings in Kopenhagen.

Im Sportbereich kooperiert Eventim mit dem ÖFB, Red Bull Salzburg und Sturm Graz, auch die derzeit laufende Nordische Ski-WM in Seefeld läuft über Eventim. In Brasilien ist der Tickethändler seit den Olympischen Spielen aktiv, von dort aus will Schulenberg Südamerika erobern. In den US-Markt würde er jedoch nur über einen Zukauf einsteigen.

Schulenberg hat sein Imperium durch viele Zukäufe aufgebaut. Sein erster Kauf war 1996 der Münchner Kartenvermarkter Computer Ticket Service (CTS). In Österreich beteiligte sich CTS Eventim mehrheitlich an der von Andreas Egger 1995 gegründeten Ticket Express GmbH, die inzwischen CTS Eventim Austria GmbH heißt. Ob es aktuell Übernahmeziele in Österreich gibt, sagte Schulenberg nicht. Nur so viel: "Wenn wir entsprechende Opportunität haben, dann greifen wir auch zu."

In Deutschland ist Eventim wegen seiner Marktmacht ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. Schulenberg sieht die Herangehensweise des deutschen Bundeskartellamts jedoch kritisch, "weil sie uns dabei benachteiligt, im Wettbewerb mit amerikanischen Großunternehmen entsprechend zu wachsen". Einen Preiswettbewerb gibt es bei Konzerttickets ohnehin nicht, weil der Künstler den Preis festlegt.

(APA/red)