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EU-weite Kampagne für Urheberrechtsreform

Etwa 260 Medienunternehmen haben eine Initiative für das umstrittene Vorhaben unterzeichnet.

Medienunternehmen aus ganz Europa haben vor der voraussichtlich am Dienstag, den 26. März 2019 stattfindenden Abstimmung über die Urheberrechtsreform im Europäischen Parlament einen Aufruf für dieses Unterfangen gestartet. Sie fordern eine faire Beteiligung am Geschäft mit den Inhalten, um damit ein reichhaltiges und vielfältiges Internet zu sichern, in dem Information und Kultur ihren festen Platz haben. Zu den bisherigen rund 260 Unterzeichnern der Initiative zählen aus Österreich neben der APA auch die Herausgeber des "Standards", Oscar Bronner, und des "Kuriers", Helmut Brandstätter. "

Diese Regelung, über die fast drei Jahre lang intensiv diskutiert wurde, würde sicherstellen, dass Medien und Künstler einen Teil der Online-Einnahmen aus ihren eigenen Arbeiten erhalten", heißt es in dem Aufruf. Bisher hätten die US-amerikanischen Internet-Giganten den Löwenanteil dieser Gelder abgeschöpft. "Bei der Urheberrechtsrichtlinie geht es um viel - für die Presse, die Künstler, die Demokratie und die Kultur. Deshalb ziehen die großen Internet-Plattformen mit außergewöhnlichem Aufwand gegen sie zu Felde."

Die Verabschiedung der Richtlinie sei eine Frage von Leben und Tod für die Medien und entscheidend für das Überleben vieler Künstler und Autoren, steht in der Kampagne. "Es ist auch eine Frage des Überlebens für ein reichhaltiges und vielfältiges Internet, in dem Information und Kultur ihren festen Platz haben."

Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten hatten sich Mitte Februar auf die Urheberrechtsreform geeinigt. Die Einigung sieht ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage vor sowie in Artikel 13 deutlich mehr Pflichten zum Urheberrechtsschutz für Plattformen wie YouTube vor.

(APA/TL)

Bildcredit: Pixabay