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Sind Demokratien durch Falschinformationen gefährdet?

 

Bericht über Falschinformationen und Desinformation abgeliefert

 

Eine von der EU-Kommission eingesetzt Expertengruppe lieferte am Montag ihren Endbericht zum Thema Fake News ab. Die 39 Beteiligten kamen darin überein, dass ein Grundsatzkatalog geschaffen werden sollte, dem sich soziale Medien und Online-Plattform verpflichten sollen.

In diesem Kodex würde etwa festgelegt, dass soziale Netzwerke besser erklären sollten, wie ihre Algorithmen Nachrichten sortieren und gewichten. Zudem würden sich die Experten mehr Engagement von den Plattformen wünschen, wenn es darum geht vertrauenswürdige Informationen etablierter Medien sichtbar zu machen.

 

Desinformation statt Fake News

Ein weiteres Ergebnis des Berichts, ist der Rat, Falschnachrichten und Desinformation als „Fake News“ zu bezeichnen. „Desinformation“ sei als Begriff vorzuziehen. Zudem rät die Gruppe davon ab, das Problem mittels Verboten zu lösen zu versuchen. Jede Art von Zensur sei zu vermeiden. Transparenz und Information seien eindeutig vorzuziehen.

Ebenfalls am Montag wurde der Eurobarometer veröffentlicht, für den 26.000 Europäer über das Phänomen Falschmeldungen im Internet befragt wurden. Für 83 Prozent der Befragten ist Desinformation dieser Art demokratiegefährdend. Traditionelle Medien gelten den Europäern hingegen noch immer als glaubwürdige Nachrichtenquellen. Reine Onlinequellen werden kritischer gesehen als Radio, Fernsehen und Print.

Bildcredit: Pixabay