Der Österreichische Werberat veröffentlichte neue Verhaltensregeln für dieses Spezialgebiet.
Ethik-Kodex für Influencer Marketing
Michael Straberger, Präsident des ÖWR

Ethik-Kodex für Influencer Marketing

Der Österreichische Werberat veröffentlichte neue Verhaltensregeln für dieses Spezialgebiet.

Der Österreichische Werberat (ÖWR) hat am 21. Februar 2019 zum Thema „Influencer Marketing“ folgende neue ethische und moralische Richtlinien in ihrem Ethik-Kodex herausgebracht:

Insbesondere bei Werbung, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet darf keine offensichtliche oder versteckte Aufforderung zum Kauf des beworbenen Produktes erfolgen.

Gesunde Körperformen: Es muss bei der Werbemaßnahme darauf geachtet werden, dass keine Abbildungen (Selfies, Bilder usw.) von Influencern eingesetzt werden, die ein gesundheitsschädigendes Verhalten oder gesundheitsschädigende Körperformen (z.B. Bulimie, Anorexie, Adipositas etc.) insbesondere in Bezug auf Körpergewicht propagieren.

Bezüglich Diskriminierung und Ausgrenzung im Zusammenhang mit psychischer und sozialer Gewalt: Es ist darauf zu achten, dass Influencer auch keine psychische und verbale Gewalt anwenden. Dazu gehört insbesondere das Verächtlichmachen Einzelner oder von Gruppen, Beschimpfungen und Drohungen sowie die Erzeugung von Angst, etwa in Form von Praktiken wie dem „Pranking“.

Michael Straberger, Präsident des ÖWR, erklärt dazu: „Damit bieten wir Werbetreibenden, aber auch allen handelnden Akteuren im Social Web eine wichtige Orientierungshilfe für ihre Werbemaßnahmen in dieser Spezialdisziplin des Online-Marketings.“Er betont in diesem Zusammenhang, dass es nun neben gesetzlichen Pflichten auch eine selbstregulative Verpflichtung seitens der Marktteilnehmer auf Basis des ÖWR-Ethik-Kodexes gibt.

Bildcredit: ÖWR/Sophie Denk